Alarmierung ist wichtiges Thema

Wie soll die Bevölkerung in Zeitz bei Hochwassergefahr informiert werden?

Von Angelika Andräs
Hochwasser in Zeitz am 2. Juni 2013, gegen 8.15 Uhr. Die Zekiwa-Kreuzung steht komplett unter Wasser. Die Engelsbrücke ist gesperrt.
Hochwasser in Zeitz am 2. Juni 2013, gegen 8.15 Uhr. Die Zekiwa-Kreuzung steht komplett unter Wasser. Die Engelsbrücke ist gesperrt. (Foto: Gerbank)

Zeitz/MZ - Ein mögliches Hochwasser und seine Folgen sind für viele Zeitzer nach der Flut 2013 immer wieder Thema. Und damit steht auch die Frage, wie sich die Stadtverwaltung darauf vorbereitet. Wie Bürgermeisterin Kathrin sagt, spielt bei der Vorsorge die Information der Bevölkerung eine wichtige Rolle.

Weiterbildung ist wichtig

Intern sorge die Stadt dafür, so Weber, dass die Dienstanweisungen zum Thema regelmäßig aktualisiert werden und auf dem neuesten Stand sind. „Treten Änderungen an Zuständigkeiten oder neue Erkenntnisse in der Hochwasserabwehr ein, werden diese gemeinsam besprochen und in die Dienstanweisung übernommen.“ Die Mitarbeiter des Verwaltungsstabes nehmen an Schulungen zum Thema teil, die Sachgebiete Brand- und Katastrophenschutz sowie Sicherheit und Ordnung fahren auf Tagungen und Kongresse, um die neuesten Erkenntnisse in die Arbeit vor Ort einfließen lassen zu können. „Diese fangen bei der Alarmierung an“, erläutert die Bürgermeisterin, „welche Möglichkeiten gibt es, digitaler und analoger Art? Welche Ausweichtechnologien stehen gegebenenfalls zur Verfügung. Hier stehe ich zum Beispiel in Kontakt mit dem Deutschen Amateur-Radio-Club, Ortsverband Zeitz, der bei Auswahl des BOS-Funk die Stadt mit analogen Funkgeräten zur Aufrechterhaltung der Kommunikation zwischen den Beteiligten unterstützen kann.“ Hierzu bestehe eine Betriebsfunkfrequenz der Stadt, die genutzt werden könne.

Da der Landesbetrieb Hochwasserschutz und Wasserwirtschaft (LHW) für den Deichbau entlang der Weißen Elster zuständig ist, steht die Stadt mit ihm in Verbindung, um Maßnahmen, wie die dringend notwendige Ertüchtigung beziehungsweise den Neubau der Deichanlagen abzustimmen.

Maßnahmen laufen

Aktuell läuft die Gemeinschaftsmaßnahme zum Bau der Hochwasserschutzwand in Verbindung mit dem Kanal- und Straßenbau in der Elsterstraße. Hier arbeiten LHW und der Eigenbetrieb Abwasser/ Stadtwerke Zeitz zusammen. Abgeschlossen werden sollen die Arbeiten Ende Oktober dieses Jahres. „Im Auftrag des Landesbetriebes für Hochwasserschutz wurden auch die Deichanlagen rechts und links der Weißen Elster von der Gemarkungsgrenze Höhe Ortsumfahrung B 2 n bis zur Friedrich-Engels-Brücke ertüchtigt beziehungsweise erneuert“, erklärt Weber.

In Planfeststellungsverfahren beziehungsweise in Planung befinden sich laut Bürgermeisterin die Hochwasserschutzmaßnahmen zwischen Engelsbrücke und Auebrücke und in Fortführung parallel zur Freiligrathstraße und entlang der Tiergartenstraße/Ernst-Thälmann-Stadion.