Es geht wieder los

Die Linedancer aus Zeitz können endlich wieder tanzen

Die Zeitzer Linedancer Black Cats tanzen nach der Corona-Pause und treffen sich einmal in der Woche zum Training im Jugendhaus.

Von Yvette Meinhardt
Die Zwangspause durch die Corona-Pandemie ist vorbei. Die Zeitzer Line Dancer Black Cats treffen sich wieder zu ihrem Training. In der aktuellen Urlaubszeit sind nicht immer alle anwesend.
Die Zwangspause durch die Corona-Pandemie ist vorbei. Die Zeitzer Line Dancer Black Cats treffen sich wieder zu ihrem Training. In der aktuellen Urlaubszeit sind nicht immer alle anwesend. (Foto: Yvette Meinhrdt)

Zeitz/MZ - Musik klingt aus den weit geöffneten großen Fenstern des Zeitzer Jugendhauses. Jeden Donnerstag treffen sich die Linedancer Black Cats in der Freiligrathstraße und tanzen. „Ich bin seit zwei Wochen wieder dabei“, sagt Gabriele Pohler und freut sich darüber. 30 Frauen und sechs Männer frönen einem gemeinsamen Hobby. „Uns gibt es seit 15 Jahren und wir sind eine eingeschworene Gemeinschaft“, erzählt sie weiter. So kommen zum Beispiel Krankenschwestern und Verkäuferinnen, Erzieher und Lehrer, Techniker, ein Arzt sowie einige Senioren zum regelmäßigen Training.

In der Pandemie habe man freilich pausieren müssen. Am Anfang habe man noch per Video trainiert, doch das sei nicht dasselbe. Über eine Whatsapp-Gruppe habe man in dieser Zeit Kontakt gehalten, telefoniert, trainiert und sich zum Beispiel im Frühjahr zum gemeinsamen Arbeitseinsatz verabredet. „Da haben wir 75 Säcke voll Müll rund um den Schützenplatz aufgelesen“, erzählt Pohler. Doch jetzt werde endlich wieder getanzt, auch wenn manche gerade im Urlaub sind und aus diesem Grund fehlen.

„Tanzen ist Gehirnjogging“

Unter Linedance versteht man einen Gruppentanz nach weltweit einheitlichen Choreografien in Linien und Reihen. Oft stammt die Musik dazu aus dem Bereich Country, aber auch aus modernem Pop. In Zeitz hat diese Tanzart Julia Kunze von den Zeitzer Tanzgirls einst populär gemacht. Aus dieser Gruppe heraus sind die heutigen Black Cats entstanden. „Tanzen ist Gehirnjogging, denn man muss sich eine Vielzahl von Schritten und Choreografien merken“, sagt Ina König. Doch selbst wenn man nach monatelanger Pause wieder anfängt, kommt man schnell wieder in das Training und ruft sich die eingeübten Tanzschritte wieder in Erinnerung. Vor allem aber freuen sich die Tänzer, wieder live zusammenzukommen, sich auszutauschen und die Gemeinschaft zu schätzen.

„Normalerweise haben wir viele Auftritte und besuchen auch andere Linedance-Gruppen. Aber nach dieser ungewöhnlich langen Pause, weiß ich nicht, wie schnell wir den Trainingsrückstand wieder aufholen können“, sagt Pohler. So lassen sich die Linedancer erstmal Zeit und planen ihren ersten Auftritt zu Silvester in Grana. „Wir sind über die Region hinaus bekannt und haben einen guten Ruf zu verlieren“, sagt sie. Da wolle man auch bei künftigen Auftritten gefallen und als Formation möglichst synchron auftreten.

Alle zwei Jahre plane man darüber hinaus, Gastgeber für eine große Party zu sein. Im vergangenen Jahr ist das Event ausgefallen, wie es nun weitergeht, das wisse noch niemand.