Fußball

Vorschläge der Amateure in Abtsdorf ignoriert?

Was Abtsdorf zum Rechtsstreit sagt.

In diesem Jahr wird in Sachsen-Anhalt kein offizieller Landespokalsieger ermittelt. foto: imago/foto2press

Abtsdorf/MZ

- Die Abtsdorfer haben mit dem Antrag auf einstweilige Verfügung gegen das Quali-Spiel zum Einzug in den DFB-Pokal zwischen FCM und HFC für Aufsehen gesorgt.

„Natürlich wird es ein Kampf David gegen Goliath, bei dem der Ausgang mehr als ungewiss ist. Auch wenn wir mit dem Landespokal eher wenig zu tun haben, ist es doch enttäuschend, wie das Ehrenamt und die Arbeit in den kleinen Vereinen zu Gunsten der großen Vereine vom Tisch gewischt wird. Einige, aus Sicht der kleinen Vereine, gute Vorschläge an den Landesverband, fanden leider keine Zustimmung. Daher haben wir uns nun zum Weg vor das Sportgericht entschieden“, heißt es in der Meldung des Vereins.

Unterdessen hat Torsten Buse, der Anwalt des Vereins, am Montag einen weiteren möglichen Formfehler gefunden: „Sollte tatsächlich der Beschluss im Rahmen einer Videokonferenz getroffen worden sein und nicht etwa zumindest in einem schriftlichen Umlaufverfahren, würde dies zur Nichtigkeit des Beschlusses führen. Denn laut Satzung sind Beschlüsse grundsätzlich unter körperlicher Anwesenheit der Mitglieder des Verbandsvorstands und in Ausnahmefällen im schriftlichen Umlaufverfahren zu fassen.“

Für Markus Horsch habe es drei Möglichkeiten gegeben, um einen Rechtsstreit zu vermeiden. Laut dem Abtsdorfer Fußballchef gehört dazu die Entschädigung der sich noch im Cup befindlichen 16?Amateurteams. Die ist aber laut Jörg Bihlmeyer fest geplant. Die Höhe kann der Vizepräsident des Landesverbands nicht beziffern. Das liege daran, dass laut Bihlmeyer beide Profivereine beim Erreichen der zweiten Runde einen weiteren Obolus an die kleinen Vereine zu zahlen bereit sind. Das ist für Abtsdorf neu. „Bei der Videokonferenz zum Pokal war der HFC nicht dabei“, so Horsch.

Laut des Abteilungsleiters wurde auch vorgeschlagen, dass der HFC und der 1. FCM „in den nächsten zwei bis drei Jahren“ Spiele bei den 16 Teams absolvieren. „Und die Einnahmen erhalten die kleinen Vereine“, so Horsch. Er habe sich aber auch eine Einladung des 1. FCM zu einem Bundesligaspiel mit Stadionbesichtigung vorstellen können. „Und zwar für den Verein mit Nachwuchs“, so Horsch. „Wir sind an einer friedlichen Lösung interessiert“, sagt Bihlmeyer und ist gesprächsbereit.