Schleifer-Gebäude in Gräfenhainichen

Schleifer-Gebäude in Gräfenhainichen: Dritter Anschlag auf geplante Flüchtlingsunterkunft

Gräfenhainichen - Am Samstagabend wurde die geplante Flüchtlingsunterkunft in Gräfenhainichen erneut zum Ziel eines Anschlags. Unbekannte warfen am Samstag gegen 18.15 Uhr einen großen Stein auf die Eingangstür des ehemaligen Schleifer-Gebäudes im Gadewitzer Weg, dass zur Zeit als Gemeinschaftsunterkunft für Flüchtlinge vorgesehen ...

Von Alexander Baumbach 03.01.2016, 11:05

Am Samstagabend wurde die geplante Flüchtlingsunterkunft in Gräfenhainichen erneut zum Ziel eines Anschlags. Unbekannte warfen am Samstag gegen 18.15 Uhr einen großen Stein auf die Eingangstür des ehemaligen Schleifer-Gebäudes im Gadewitzer Weg, dass zur Zeit als Gemeinschaftsunterkunft für Flüchtlinge vorgesehen ist.

Dabei beschädigten sie eine Glasscheibe und den Türrahmen. Der Sachschaden wird auf mehrere tausend Euro geschätzt. In dem Gebäude ist nach MZ-Informationen ein Wachdienst eingesetzt. Der polizeiliche Staatsschutz ermittelt zur Sachbeschädigung an dem ehemaligen Bürogebäude.

Erst vor wenigen Tagen waren mit Steinen vier Scheiben im hinteren Bereich des Gebäudes eingeworfen worden.Kurz vor Weihnachten hatten Unbekannte das gesamte Gebäude unter Wasser gesetzt und damit eine Nutzung als Flüchtlingsunterkunft bis auf weiteres verhindert. In Wittenberg hatten Unbekannte vor wenigen Tagen auch die ehemalige Karl-Marx-Schule in Wittenberg-West ins Visier genommen. Sie waren in den Gebäudekomplex eingestiegen und hatten an 19 Stellen Buttersäure ausgebracht. Auch die ehemalige Sekundarschule ist als Gemeinschaftsunterkunft für Flüchtlinge vorgesehen.
Die Polizei bittet Zeugen, die mögliche Hinweise zur Aufklärung der Straftat geben können, sich bei der Polizeidirektion Sachsen-Anhalt Ost unter 0340 / 6000-291 oder per E-Mail an lfz.pd-ost@polizei.sachsen-anhalt.de zu melden. (mz)