Pandemie

Corona im Landkreis Wittenberg: Behörde gerät an Grenze der Belastung

Neuinfektionen steigen rapide.

Von Marcel Duclaud 12.11.2021, 08:54
Coronatest
Coronatest Foto: picture alliance/dpa

Wittenberg/MZ - Die Lage wird immer kritischer. Die Zahl der Neuinfektionen mit dem Corona-Virus steigt rapide. Am Mittwoch sind 170 Erkrankungen bekannt geworden, am Donnerstag kamen noch einmal 121 hinzu.

Über der 300er-Schwelle

Das Robert-Koch-Institut gibt die aktuelle Inzidenz mit 256 an, der Landkreis berechnet unterdessen eine Sieben-Tage-Inzidenz deutlich über der 300er Schwelle. Was damit zu tun hat, dass der Kreis Daten nicht mehr tagesaktuell an das Institut liefert - es ist momentan alles viel zu viel.

Vizelandrat Jörg Hartmann (CDU) räumt starke Verzögerungen ein - „obwohl Kontaktermittler und Bürgertelefon schon aus allen Teilen der Verwaltung unterstützt werden“. Er sagt auch: „Infizierte und Kontaktpersonen können teilweise nicht zeitgerecht angerufen werden.“ Hartmann appelliert vor diesem Hintergrund an alle Personen, die einen positiven PCR-Befund bekommen, sich unverzüglich in Quarantäne zu begeben.

Wichtige Fälle sofort

Amtsarzt Michael Hable versichert unterdessen, dass sich die Behörde auf die neuralgischen Punkte konzentriert - Pflegeheime oder Behinderteneinrichtungen. Treten dort Fälle auf, werde das „sofort abgearbeitet“. Neuinfektionen finden sich nach seinen Worten „querbeet“, von diffuser Ausbreitung ist die Rede. Schulen sind aber ein Schwerpunkt. Sie (und betroffene Kitas) werden künftig nicht mehr in der Internetpräsenz des Landkreises einzeln aufgeführt.

Die ständige Aktualisierung sei nicht zu schaffen - und falsche Informationen führten zu Unruhe. Hartmann weist darauf hin, dass Schulen und andere Einrichtungen „zentral informiert“ würden, sie unterrichten dann über eigene Kanäle Schüler- und Elternschaft.

Aktuell betroffen seien zurzeit 40 Klassen in verschiedenen Schulen, zum Teil mehrere Klassen pro Schule.