Geliebtes Saaleufer

Yoga-Lehrerin aus Finnland fühlt sich wohl in Weißenfels

Die 32-Jährige Minttu Koivunen aus Finnland fühlt sich wohl in Weißenfels. Warum die Yoga-Lehrerin schnell heimisch wurde.

Von Andrea Hamann-Richter
Minttu Koivunen fühlt sich am Saaleufer von Weißenfels sehr wohl. (Foto: Andrea Hamann-Richter)

Weißenfels - Minttu Koivunen hält sich gerne am Ufer der Saale in Weißenfels auf. Irgendwie ist das auch nicht verwunderlich, denn die junge Frau ist gebürtige Finnin. „Und in meinem Heimatland gibt es ja auch viele schöne Gewässer“, sagt die 32-Jährige. Es war die Liebe, die die Frau mit den blonden Haaren in die Saalestadt gebracht hat, wo sie nun als Yogalehrerin arbeitet. Ihr Lebensgefährte ist Ilkka Kittilä - dieser ist Floorball-Cheftrainer der Bundesliga-Herrenmannschaft des UHC Sparkasse Weißenfels.

Das familiäre Umfeld innerhalb des Vereins und die Freundlichkeit der Menschen in der Region hätten es ihr leicht gemacht, hier schnell heimisch zu werden, erzählt Minttu Koivunen. Zwar kann sie mit den Menschen, die ihre Yoga-Kurse buchen, derzeit wegen der Corona-Einschränkungen nicht direkt in Kontakt treten. Sie gibt dafür aber ihre Kurse online und das funktioniere ganz gut, sagt sie. Minttu Koivunen hat auch keine sprachlichen Probleme. Sie erzählt in ausgezeichnetem Deutsch, welches sie schon in der Schule in einem Wahlfach lernte. Heute ist sie froh, damals diese Entscheidung getroffen zu haben, denn sie profitiere sehr davon, sagt die Finnin.

„Arbeit, mit der ich Menschen und zeitgleich auch mir Gutes tun kann“

Zum Yoga kam sie auf Umwegen. Zwar sei ihr schon immer klar gewesen, dass sie auch beruflich mit Menschen zu haben wollte, so Minttu Koivunen, aber nach der Schule habe sie in Finnland erst einmal innerhalb von vier Jahren ein Studium an einer Fachhochschule zur frühmusikalischen Erzieherin absolviert. Anschließend begann sie in diesem Beruf zu arbeiten. „Das hat mir viel Spaß gemacht“, blickt sie gerne auf die Zeit des Unterrichts mit den Kindern zurück. Zum Musizieren gehörte jedoch auch das Singen dazu und das machte ihr schließlich einen Strich durch die Rechnung. „Ich bekam Probleme mit der Stimme und daher konnte ich diesen Beruf nicht mehr ausüben“, erzählt Minttu Koivunen.

Die junge Frau erzählt aber auch, dass sie schon immer sportlich gewesen sei. So spielte sie in ihrer Schulzeit unter anderem Pesäpallo, eine finnisches Variante des amerikanischen Baseballs, und vor einigen Jahren hatte sie auch schon einmal Yoga ausprobiert. „Die berufliche Alternative zur Musiklehrerin sollte also sein, dass es eine Arbeit ist, mit der ich Menschen und zeitgleich auch mir Gutes tun kann“, sagt sie. Also ließ sie sich zur Yoga-Lehrerin ausbilden. Dann habe ihr Lebensgefährte das Angebot bekommen, als Trainer beim UHC tätig zu werden und sagte zu. Sie wollte nicht ohne ihn sein und so kam sie im Juli 2019 mit nach Weißenfels. Nun freut sie sich, hier auch beruflich tätig sein zu dürfen.

An ihrer Arbeit fasziniere sie vor allem, dass es keinen Stillstand gebe, sondern sie sich im Yoga selbst immer weiterentwickele und zudem viel im Kontakt mit Menschen stehe. In ihrer Freizeit genießt Minttu Koivunen die Natur und das nicht nur am Ufer der Saale, sondern sie schwärmt beispielsweise auch von der Schönheit Markwerbens. (mz)