Süße Versuchung

Wo es in Weißenfels nun den ersten Bubble Tea gibt

Die Vietnamesin Huong Thu Do bietet in ihrem neuen Teehaus im Weißenfelser Zentrum Bubble Tea an. Welche Pläne sie noch hat.

Von Andreas Richter
Huong Thu Do bereitet im neuen Tee- und Kaffeehaus im Weißenfelser Zentrum einen Bubble Tea vor.
Huong Thu Do bereitet im neuen Tee- und Kaffeehaus im Weißenfelser Zentrum einen Bubble Tea vor. Foto: Andreas Richter

Weissenfels/MZ - Überraschung am vergangenen Wochenende in Weißenfels: Rund um das grüne Eckhaus in der Fischgasse gegenüber dem Brauhausbrunnen tummeln sich junge Leute, am Eingang im Erdgeschoss bildet sich zeitweise sogar eine kurze Schlange. An den weißen Tischchen draußen schlürfen die Gäste Bubble Tea.

Seit Sonnabend ist die Innenstadt um einen gastronomischen Farbtupfer reicher. Die Vietnamesin Huong Thu Do hat in den seit vielen Jahren leerstehenden Räumen ein Tee- und Kaffeehaus eröffnet. Das Besondere: Es gibt Bubble Tea, jenes vor allem unter jüngeren Leuten beliebte Kultgetränk aus Asien. Hergestellt wird es auf der Basis von gesüßtem grünem oder schwarzem Tee, der mit Fruchtsirup oder auch Milch versetzt wird. Wer will, kann in die süße Welt der Früchte eintauchen, ob Mango, Erdbeere oder Lychee - und dabei farbige Kügelchen mit einer flüssigen Füllung beim Zerbeißen platzen lassen.

„Wer Bubble Tea trinken wollte, musste bisher nach Leipzig fahren“

„Wer Bubble Tea trinken wollte, musste bisher nach Leipzig fahren“, weiß die Weißenfelserin My Duong. Die 18-Jährige hat gerade ihr Abitur am Goethegymnasium gemacht und hilft jetzt vorübergehend mit im Teehaus. „Irgendwie hat etwas gefehlt in der Stadt“, findet auch Huong Thu Do, die seit sechs Jahren in Weißenfels lebt. Eigentlich hatte die heute 38-Jährige schon im vergangenen Jahr die Idee, in der Saalestadt im eigenen Teehaus Bubble Tea anzubieten. Doch die Corona-Pandemie hatte sie erst einmal ausgebremst. Nun ist sie seit Anfang dieses Jahres dabei, ihren Traum wahr zu machen. Bei der Stadt hat sie die notwendigen Papiere eingeholt, die Inneneinrichtung im Internet bestellt.

Süß soll nun nicht nur der Tee mit seinen bunten Kügelchen sein. „Ich wollte das Café auch irgendwie süß einrichten“, erzählt die Inhaberin. Stühle in pink und türkis, Herzchen, künstliche Pflanzen mit bunten Blüten - so das verspielte Interieur in der Fischgasse. Irgendwie dazu passend Name und Logo der neuen Versuchung im Zentrum: „MiuMiu“ - natürlich mit Herzchen dran.

Von der Weißenfelser Resonanz auf das in Großstädten schon nicht mehr ganz neue Bubble-Tea-Angebot ist die Inhaberin einigermaßen überrascht. „Wir hatten alle Hände voll zu tun“, blickt sie auf die vergangenen Tage zurück. Dabei soll es bei „MiuMiu“ bald noch mehr süße Sachen geben. Schon jetzt kann man dort Mochi, den japanischen Klebreiskuchen, kaufen. Gern kreiert Huong Thu Do für Freunde und Bekannte aufwendig gestaltete Torten zu den verschiedensten Anlässen. Künftig sollen solche kleinen Kunstwerke auch im neuen Teehaus zu haben sein.