Weihnachtsmarkt

Weihnachtsmarkt: So besinnlich wird die "Höfische Weihnacht"

Weissenfels - 22 Gastgeber sind am Sonntag ab 15 Uhr bei der „Höfischen Weihnacht“ dabei, der elften seit 2006. Das ist ein Quantensprung zu den Anfangsjahren. Damals hatte man laut Uwe Brückner, stellvertretender Vorsitzender des Vereins „Höfische Weihnacht“, mit vier Teilnehmern angefangen. Seinerzeit mischten auch Bäcker Schmidt, Optiker Thill, Goldschmied Fischer und der Pub im Geleitshaus ...

Von Holger Zimmer 26.11.2016, 11:00

22 Gastgeber sind am Sonntag ab 15 Uhr bei der „Höfischen Weihnacht“ dabei, der elften seit 2006. Das ist ein Quantensprung zu den Anfangsjahren. Damals hatte man laut Uwe Brückner, stellvertretender Vorsitzender des Vereins „Höfische Weihnacht“, mit vier Teilnehmern angefangen. Seinerzeit mischten auch Bäcker Schmidt, Optiker Thill, Goldschmied Fischer und der Pub im Geleitshaus mit.

Wie alles angefangen hat? Uwe Brückner sagt: „Wir wollten einfach etwas tun, das über einen normalen Weihnachtsmarkt hinausgehen sollte.“ Möglich, dass man sich damals von anderen Veranstaltungen habe inspirieren lassen, doch das sei  eher unbewusst geschehen. Denn in dem Willen, etwas für die Stadt zu bewegen, wollte man etwas anbieten, mit dem man eine große Resonanz erreichen konnte.

Kommerz soll Nebensache sein

Diesmal erstmals mit dabei sind der sogenannte Traumhof von Juliane Tillmann in der Großen Kalandstraße sowie die Campyno-Café-Bar in der Großen Burgstraße. Daneben kommt man an dem ersten Advent auch in solche Höfe, die sonst der Öffentlichkeit verschlossen bleiben. So wie der hinter dem ehemaligen Union-Kino oder der Schlüsselhof von Beeck & Koch in der Brauhausgasse.  Natürlich gibt es zum Beispiel auch Bilder, Schmuck oder Erzeugnisse aus Filz oder Stoff zu kaufen, doch Kommerz sei nicht das vordergründige Anliegen.

„Wir wollen mit etwas Romantik auf den traditionellen Advent einstimmen“, sagt Brückner. Mit dabei sind deshalb 18 Musikensembles und Chöre, die viermal den Hof wechseln und ab 15.30 Uhr stündlich woanders für Unterhaltung sorgen. So treten die Weißenfelser Stadtmusikanten, Gospel- und Posaunenchor sowie der Chor der jüngeren  Goethegymnasiasten auf, aber auch die Tauchaer Schalmeienkapelle, zwei Kapellen, die Dixieland und Jazz spielen, sowie das ehemalige Jugendblasorchester aus Großkorbetha.

Musikalischer Schlusspunkt

Möglich wäre das nicht ohne größeres Sponsoring, denn die Musiker wollen ja auch bezahlt werden. So steuern Firmen  wie das Wohnungsunternehmen WVW, die Raiffeisenbank, Beeck & Koch sowie die Wirtschafts- und Handelsgesellschaft mbH Geld bei.

Im Hof des Geleitshauses, wo die Familie Keck Metallarbeiten anbietet, wird übrigens 20 Uhr der Schlusspunkt unter die „Höfische Weihnacht“ gesetzt. Dann wird zum Beispiel „Schneeflöckchen, Weißröckchen“ von Tuba- und Banjospielern begleitet und der katholische Kantor Andreas Morys dirigiert einen 300-stimmigen Chor. „Dabei passen nicht mal alle Interessenten in den Hof. Zuletzt haben jedenfalls noch bis zu 200 Menschen draußen auf der Straße gestanden“, so Pub-Wirt Brückner. (mz)