„Es ist einfach erschreckend“

THW-Trupp aus Weißenfels hilft in Hochwasserregion - die ersten Eindrücke

Von Andrea Hamann-Richter
Am Nürburgring, dem  Bereitstellungsraum vieler Hilfsorganisationen beim Hochwassereinsatz, stehen hunderte Einsatzfahrzeuge.
Am Nürburgring, dem Bereitstellungsraum vieler Hilfsorganisationen beim Hochwassereinsatz, stehen hunderte Einsatzfahrzeuge. (Foto: THW)

Weissenfels/Heimersheim/MZ - Die Mitglieder der Weißenfelser Ortsgruppe des Technischen Hilfswerks (THW) haben beim Einsatz im rheinland-pfälzischen Hochwassergebiet am Mittwoch ihre Arbeit aufgenommen. Die Truppe um Ortsgruppenchef Eike Waldmann half zuerst in einer Feuerwache in Heimersheim, den Schlamm wegzuräumen. Heimersheim ist ein Ortsteil der stark von der Katastrophe heimgesuchten Stadt Bad Neuenahr-Ahrweiler. Bei der Feuerwache handele es sich um einen Neubau, der erst im März eingeweiht worden war, so Waldmann.

Bevor sie ihre Arbeit aufnahm, sei die Gruppe angesichts der Schäden in der Region zunächst einmal sprachlos gewesen. „Bei uns herrschte angesichts dieses Ausmaßes der Zerstörung die absolute Stille“, sagt Waldmann. Ein Auto, das zwischen zwei Bäumen hängt, meterhoch aufgetürmtes Treibgut und Müll - dazwischen tausende Flaschen und Kästen eines nahen Getränkeunternehmens sowie ein losgerissenes Boot -, eine unterspülte und teils weggebrochene vierspurige Autobahnzubringerstraße: „Es ist einfach erschreckend zu sehen, welche Naturgewalten hier gewütet haben“, schildert Waldmann. Wie er weiter sagt, sind im Landkreis Ahrweiler große Teile des Strom- und des Wassernetzes zerstört. Wie lange es dauern wird, bis dort wieder Normalität einkehren kann, könne er beim besten Willen nicht einschätzen.

Elf THW-Mitglieder aus Weißenfels sowie sechs aus Halle waren am Dienstag zum Einsatz ins Krisengebiet aufgebrochen. Stationiert sind sie am Nürburgring, der als Bereitstellungsraum für die angeforderten Hilfsorganisationen und Feuerwehren dient. Der Einsatz der Sachsen-Anhalter soll bis Sonntag dauern.