Fördermittel

Fördermittel: Stadt hofft auf Geld für das Schloss Weißenfels

Weißenfels - Die Stadt Weißenfels ist weiter auf der Suche nach Fördermitteln für die Sanierung von Schloss Neu-Augustusburg. Bis Ende November will die Kommune Geld über ein neues Bundesprogramm zur Förderung von Investitionen in Städtebau-Projekte beantragen.

Von Andreas Richter 28.09.2016, 09:39

Die Stadt Weißenfels ist weiter auf der Suche nach Fördermitteln für die Sanierung von Schloss Neu-Augustusburg. Bis Ende November will die Kommune Geld über ein neues Bundesprogramm zur Förderung von Investitionen in Städtebau-Projekte beantragen. Der Ausschuss für Stadtentwicklung hat dem auf seiner Sitzung am vergangenen Montagabend mit großer Mehrheit zugestimmt.

Fokus auf Südflügel von Neu-Augustusburg

Die Stadt will das Projekt nun unter dem Motto „verSchlossene Räume öffnen“ weiter vorantreiben. Schwerpunkt soll dabei der Südflügel von Neu-Augustusburg sein. Dabei geht es unter anderem um die Sicherung der Gewölbedecken über dem Erdgeschoss sowie tragender Wände. Die Kommune geht derzeit von Gesamtkosten in Höhe von rund 2,1 Millionen Euro aus. Gebaut werden könnte in den Jahren 2017 bis 2021.

„Es geht in erster Linie darum, die Bausubstanz des Schlosses weiter zu sichern“, sagte Stadtplanerin Diana Wagner zum jüngsten Fördermittelantrag. Mit dem Wortspiel im Motto wolle man besondere Aufmerksamkeit erwecken. Wagner schätzte angesichts vieler Bewerber die Chancen der Stadt, Aufnahme in das neue Städtebau-Förderprojekt des Bundes zu finden, jedoch als „ziemlich gering“ ein. Wichtig sei es jedoch, ein Zeichen für das Schloss zu setzen.

Barockschloss gehört zu Schwerpunkten der Stadtsanierung

Das in kommunalem Eigentum befindliche Barockschloss Neu-Augustusburg gehört zu den Schwerpunkten der Stadtsanierung in Weißenfels. Die Fassade der gewaltigen Anlage ist zur Hälfte saniert. In einem Flügel ist das städtische Museum untergebracht. Große Teile des Schlosses stehen jedoch noch immer leer.

Erst vor wenigen Tagen war das Schloss im Zusammenhang mit der Diskussion um die Bewerbung von Weißenfels um eine Landesausstellung zum 350. Todestag des Komponisten Heinrich Schütz im Jahr 2022 erneut in den Fokus gerückt. Oberbürgermeister Robby Risch (parteilos) hatte deutlich gemacht, dass derzeit geeignete Räume für ein solches Ereignis fehlen. Gegenwärtig gebe es keine klaren Vorstellungen für eine spätere Nutzung des Südflügels des Schlosses. (mz)