Hoffnung auf Ansiedlung

Storch begutachtet bereits das neue Nest auf dem Heide-Hof

Rings um den Heide-Hof im Ortsteil Hohlstedt sollen sich Wildtiere wieder ansiedeln.

Von Roman Fürst
Das Storchennest auf einer der Hallen des Heide-Hofs. (Foto: Maik Schumann)

Hohlstedt

Störche finden auf dem insgesamt 6,5 Hektar großen Gelände des Heide-Hofs im Ortsteil Hohlstedt seit einiger Zeit einen neuen Brutplatz vor. „Wir haben das Storchennest letztes Jahr auf dem Dach der Scheune angelegt. Allerdings war es dann für die Brutsaison schon zu spät, da wir erst noch das Dach sanieren mussten. Dieses Jahr hoffen wir darauf, dass sich dort ein Storch ansiedelt“, sagt Thomas Rakow, der Chef des Heide-Hofs.

In der Zwischenzeit sei auch bereits ein Storch gelegentlich im Nest gewesen. „So wie ich das beobachten konnte, war er einmal fast eine Stunde dort oben“, berichtet Rakow. Durch die biologische Aufwertung, die man hier auf dem Hof betreibe, habe man es bereits geschafft, dass sich mittlerweile viel mehr Tiere wieder in diesem Gebiet ansiedeln. „Wir haben Hasen und Schneegänse wieder auf den Wiesen und Ackerflächen, Bussarde und andere Wildvögel kreisen über den Feldern. Es kommt langsam wieder die Natur hierher. Wenn ich die Giftspritze nicht ansetze, überleben die Tiere auch“, erläutert Rakow.

Auf seinem Hof werde überhaupt nichts gespritzt. Dadurch könne sich die Natur ringsum langsam wieder erholen. Auch die Weideflächen rund um den Heide-Hof bewirtschafte man Stück für Stück seit drei Jahren ökologisch ohne den Einsatz von Pestiziden, sagt Rakow. Die Störche benötigten ruhige Rückzugsorte zum Brüten sowie freie Flächen und Feuchtgebiete, um auf die Jagd nach Fröschen, Nagetieren, Fischen, Insekten und Würmern gehen zu können. „Letztes Jahr standen auch schon viele Störche hier auf den Feldern“, so der Chef des Heide-Hofs. (mz)