Für bessere Netzqualität

Neuer Mast in Emseloh soll Funkloch schließen

Von Grit pommer

Emseloh

Am Schleifweg im Norden von Emseloh will ein Mobilfunkanbieter einen Funkmast errichten, um eine bessere Netzqualität zu erreichen. Eine entsprechende Anfrage sei an die Stadt Allstedt gegangen, berichtete Emselohs Ortsbürgermeister Axel Mühlenberg (parteilos) in der jüngsten Sitzung des Ortschaftsrats. „Die Sache läuft komplett über die Stadt“, so Mühlenberg. Der Ortschaftsrat sei aber über das Vorhaben informiert worden. Und die Meinung dazu war positiv. „Im Grunde können wir nichts dagegen haben, es nützt ja auch unseren Leuten, wenn die Netzqualität besser wird“, sagte Mühlenberg.

Geplant sei ein etwa 60 Meter hoher Stahlgitter- oder Betonmast. Der Bau solle noch in diesem Jahr über die Bühne gehen. Firmen fragten zurzeit immer mal wieder wegen möglicher Standorte für Mobilfunkmasten an, sagt Allstedts Bauamtsleiter Aribert Lisker. Hintergrund sei die Absicht der Mobilfunkanbieter, mit Förderung der Bundesregierung die Löcher in den Funknetzen zu schließen. Um die Bauvorhaben kümmerten sich oft Unternehmen im Auftrag der großen Anbieter, sagt Lisker. Im Fall von Emseloh gehe es zurzeit um die Klärung eines möglichen Standorts. Ein Bauantrag liege noch nicht vor.

Der zuletzt im Oktober aktualisierte Breitbandmonitor der Netzabdeckung in Deutschland zeigt für den Norden von Beyernaumburg und östlich von Pölsfeld kleinere Bereiche mit einer geringen Netzqualität. Nördlich und westlich von Grillenberg dehnt sich eine größere Schwachstelle aus. Direkt weiße Flecken gibt es in Questenberg, Breitungen sowie rund um Stolberg. Überhaupt liegt in Richtung Harz und Südharz eines der letzten größeren Funklöcher in Deutschland. Wie gut der Empfang ist, hängt aber auch davon ab, bei welchem Netzbetreiber man Kunde ist. (mz)