Krone soll verkleinert werden

Nach Sturm „Ignatz“: Dorflinde in Einzingen soll sturmfest werden

Von Grit Pommer 22.11.2021, 08:00
Die Einzinger Dorflinde wurde am 18. Oktober 1863 gepflanzt.
Die Einzinger Dorflinde wurde am 18. Oktober 1863 gepflanzt. Foto: Maik Schumann

Einzingen/MZ - Sturm „Ignatz“ hat Ende Oktober auch der alten Dorflinde am Spielplatz in Einzingen übel mitgespielt. Im Stamm gebe es einen mehrere Meter lan-

gen Riss, der sich bis zum Ansatz der Krone zieht, heißt es aus dem Ordnungsamt der Einheitsgemeinde Allstedt. Die Behörde sah die Sicherheit gefährdet und deshalb dringenden Handlungsbedarf. Man habe unabhängig voneinander zwei geprüfte Baumsachverständige zu Rate gezogen.

Beide seien zu dem Schluss gekommen, dass die Krone der Dorflinde deutlich gestutzt werden muss, um den Baum langfristig zu erhalten. „Man spricht da vom so genannten Windsegel“, sagt Allstedts Ordnungsamtsleiter Jörg Hofmann. Das ist die Angriffsfläche, die der Baum mit seinen Ästen, Zweigen und Blättern dem Wind gibt. Je größer, umso stärker sind die Kräfte, die er dann aushalten muss.

Die Stadt hat nun eine Fachfirma beauftragt, die sich neben weiteren Baumschnittmaßnahmen in der Einheitsgemeinde auch um die Dorflinde in Einzingen kümmert. „Die Arbeiten werden so ausgeführt, wie das Wetter es zulässt“, sagt Hofmann.

Die Verwaltung hatte auch im Amtsblatt über den vorgesehenen drastischen Schnitt informiert, weil solche Maßnahmen schnell zu Aufregung führen. Es sei in diesem Fall aber notwendig, um zu verhindern, dass der Baum beim nächsten Sturm auseinanderbricht, heißt es.