Im Zeichen der Buga

Im Zeichen der Buga: Welche Veranstaltungen im Sangerhäuser Rosarium 2021 geplant sind

Sangerhausen - Sangerhausen: Welche Veranstaltungen das Rosarium 2021 plant

Von Frank Schedwill

Die Saison 2020 war im Sangerhäuser Europa-Rosarium die beste seit Jahren. Insgesamt 111.886 Besucher fanden trotz der Einschränkungen im Zuge der Corona-Pandemie den Weg in die größte Rosensammlung der Welt, die von der Rosenstadt Sangerhausen GmbH betrieben und vermarktet wird. Ein Ergebnis, das die Mitarbeiter um Rosenstadt-Geschäftsführer Matthias Grünberg und Marketingchef Heiko Leßmann anspornt. In diesem Jahr soll es am besten noch getoppt werden.

Übertragung einiger EM-Spiele im Rosarium

Um das zu erreichen, sind eine Vielzahl Veranstaltungen geplant, wenn das Coronavirus Leßmann und seine Kollegen keinen Strich durch die Rechnung macht. Los gehen soll es bereits, vorausgesetzt die Pandemie lässt dies überhaupt zu, am 3. April mit dem Osterfeuer auf dem Mafa-Parkplatz.

Knapp einen Monat später gibt es am 1. Mai die Saisoneröffnung im Rosengarten. Während der Fußball-EM im Juni und Juli sollen die Spiele mit deutscher Beteiligung, das Achtel-, Viertel- und Halbfinale sowie das Finale auf der LED-Wand der Rosenarena übertragen werden. Außerdem plant Leßmann einen Kinosommer mit mindestens vier Aufführungen. Dazu wird es das Berg- und Rosenfest geben, das am Festsonntag zu einen Familienfest umgestaltet wird. Bereits am Tag zuvor werden erstmals während des Rosenfestes die neue Rosenprinzessin und Rosenkönigin gekrönt. Für Juli sind die Sparkassenklassiknacht und ein Auftritt der Festspieloper Prag geplant, die Nabucco, Giuseppe Verdis weltberühmten Gefangenchor, präsentieren wird - um nur einige der vielen Veranstaltungen zu nennen.

Sangerhausen ist Außenstandort der Buga

Ganz besonders setzt das Rosarium aber auf die Bundesgartenschau in Erfurt, die vom 23. April bis 10. Oktober stattfindet. Das Rosarium ist einer von insgesamt 25 Außenstandorten der Schau und der einzige außerhalb Thüringens. „Wir wollen in Erfurt mit einer ganzen Reihe Veranstaltungen auf uns aufmerksam machen und möglichst viele Buga-Besucher in der Thüringer Landeshauptstadt zu uns in den Rosengarten locken“, sagt Leßmann. Immerhin würden in Erfurt knapp zwei Millionen Besucher erwartet.

Um die Buga-Gäste neugierig zu machen, planen die Sangerhäuser in Erfurt eine Themenwoche, die vom 14. bis 20. Juni stattfindet. Vorgesehen sind unter anderem Auftritte von Rosenkönigin und -prinzessin, ein Bergmannstag, um Besuchern die Jahrhunderte alte Bergbautradition in Mansfeld-Südharz nahezubringen, und ein „Rosentag“, an dem Andreas Lachner von der Rosenstadt GmbH und mehrere Experten des Rosariums Einblicke in die Geschichte des Rosengartens geben „Außerdem beantworten die Experten Fragen zur Pflege von Rosen“, sagt Leßmann.

Die Rosenstadt GmbH plant eine ganz besondere Fotoaktion. MZ-Leser können dabei ihre schönsten Fotomotive aus der Stadt und den zugehörigen 14 Ortsteilen einschicken. „Besuchen Sie uns in der Berg und Rosenstadt Sangerhausen“, dieser oder ein ähnlicher Slogan und auch das Buga-Außenstandort-Logo sollen vorn auf den Karten zusehen sein. Etwa zehn bis zwölf Motive sollen dann ausgewählt und als Postkarten gedruckt werden. Die Rosenstadt GmbH will sie in Geschäften der Stadt kostenlos abgeben und so Werbung für Sangerhausen und seine schöne Umgebung sowie die Buga machen.

Einsendungen sind bis 15. Februar an die GmbH per E-Mail möglich. Die Adresse lautet: marketing@sangerhausentourist.de.

Auftritt der Rosenkönigin in Erfurt geplant

Lachner wird gemeinsam mit der Rosenkönigin auch im Buga-Klassenzimmer in Erfurt auftreten. Unter dem Motto „Die Rosenkönigin und das Stachelmonster“ sind von Anfang Mai bis Anfang Juli insgesamt sechs Termine geplant, an denen Schüler Interessantes und Wissenswertes rund um die Rose erfahren. Auch in Sangerhausen selbst seien eine ganze Reihe Veranstaltungen im Rahmen der Buga vorgesehen, sagt Leßmann.

Eine Fortsetzung findet die Open-Air-Schau „Rose trifft Kunst“, die im vergangenen Jahr erfolgreich angelaufen ist und viele neue Besucher in den Rosengarten lockte. 25 Künstler aus ganz Deutschland präsentierten dabei 250 Kunstobjekte aus Stein, Keramik, Metall, Holz, Beton, Gips und Glas.

Fortsetzung der Open-Air-Schau „Rose trifft Kunst“

Leßmann rechnet damit, dass bei der Neuauflage in etwa die gleiche Zahl an Künstlern ihre Werke ausstellen wird. Geplant ist die Kunstschau vom 1. Juli bis 7. August. Am letzten Tag ist eine feierliche Finissage unter dem Motto „Lichterglanz im Rosenpark“. Sie ersetzt die „Nacht der 1000. Lichter“, die sonst immer Anfang August stattfand. Die Kunstwerke sollen dabei wie 2020 spektakulär illuminiert und so ganz besonders in Szene gesetzt werden.

Offen ist noch, ob es in diesem Jahr erneut eine besondere Aktion für die Sangerhäuser und die Bewohner der 14 zugehörigen Ortsteile geben wird. Sie hatten vergangenes Jahr mehrere Monate lang freien Eintritt in den Rosengarten. Die Aktion kam bei den Einwohner der Stadt sehr gut an. Leßmann sagt: „Genauso eine Aktion wie in der vergangenen Saison werde wir nicht noch einmal machen können. Wir arbeiten aber an etwas Neuem.“ Ob der Plan umgesetzt werden könne, hänge von den Sponsoren ab. (mz)