„Man muss nicht jeden Trend mitmachen“

Freibäder im Sangerhäuser Raum sehen keinen Bedarf an einem Hundebadetag

Von Roman Fürst
Senta, der sechsjährige Labrador-Mix, beim Hundebadetag in Hettstedt im September 2020.
Senta, der sechsjährige Labrador-Mix, beim Hundebadetag in Hettstedt im September 2020. (Foto: Maik Schumann)

Sangerhausen/Hettstedt/MZ - Während im Hettstedter Freibad am 11. September und im Freibad in Eisleben am 12. September ein Hundebadetag stattfindet, ist dies in den Freibädern in Sangerhausen vorerst kein Thema. In Hettstedt und Eisleben dürfen ganz zum Ende der Saison, bevor das Wasser abgelassen wird, traditionell die Vierbeiner ins Becken - jedes Mal ein Riesenspaß für Tiere und Halter.

Im Westteil des Kreises kann man sich mit der Idee aber noch nicht so recht anfreunden. „Wir haben im Stadtbad Sangerhausen keinen Hundebadetag geplant“, sagt Nico Scherbe, Leiter Bäder bei der Kommunalen Bädergesellschaft Sangerhausen, die das Stadtbad betreibt. „Wir konzentrieren uns derzeit auf die Öffnung des Hallenbads ‚SaWanne‘ ab dem 4. September“, so Scherbe. Einen Hundebadetag zu veranstalten liege im Ermessen des jeweiligen Badbetreibers. „Wir müssen jedenfalls nicht alles nachmachen, was andere Freibäder veranstalten“, meint Scherbe.

Kein Bedarf an einem Hundebadetag im Freibad

Im Freibad Wolfsberg sieht man es ähnlich: „Ich habe bisher noch nie von dieser Idee gehört“, sagt Wolfsbergs Ortsbürgermeister Udo Lucas. Deshalb sei das auch kein Thema gewesen und es habe auch keine solchen Anfragen gegeben. „Wir haben in Wolfsberg viele andere Badestellen für Hunde“, so Lucas. Die Badesaison im Freibad Wolfsberg sei mittlerweile vorbei. Aufgrund der derzeitigen Wetterlage habe sich der Feuerwehr- und Dorfgemeinschaftsverein, der das Bad betreibt, dazu entschieden, so Lucas.

Im Wippertalbad in Wippra gibt es ebenfalls keinen Hundebadetag. „Wir haben keinen geplant“, sagt Ortsbürgermeisterin Monika Rauhut (parteilos), die auch die Vorsitzende des Fördervereins Freibad und Heimatpflege Wippra ist, der das Bad betreibt. „Ich habe zwar gehört, dass in Eisleben und Hettstedt so ein Tag stattfinden soll. Man muss aber nicht jeden Trend mitmachen“, so Rauhut. Derzeit gebe es diesbezüglich auch keine Nachfrage. „Sollte sich das ändern, werden wir aber überlegen, ob wir künftig auch mal sowas veranstalten. Ich stehe dem nicht ablehnend gegenüber“, sagt Rauhut.