„Zum Kuckuck“

Marco Kühnast betreibt nun die Gaststätte am Uhrenmuseum in Gernrode

Gastronom begann mit einer Pizzeria in Harzgerode, später übernahm er die Kantine bei Trimet, die er fünf Jahre lang betrieben hat.

Von Petra Korn
Marco Kühnast ist neuer Betreiber der Gaststätte „Zum Kuckuck“. Der 48-Jährige kocht selbst und bereitet hier gerade „Gernröder Feuerfleisch“ zu.
Marco Kühnast ist neuer Betreiber der Gaststätte „Zum Kuckuck“. Der 48-Jährige kocht selbst und bereitet hier gerade „Gernröder Feuerfleisch“ zu. (Foto: Petra Korn)

Gernrode/MZ - Das Schleppdach ist bis in den hinteren Teil des Raumes verlängert worden, Fachwerk wurde eingebaut, der Gastraum renoviert und mit Kuckucksuhren sowie älteren Alltagsgegenständen dekoriert. Die Gaststätte an der Harzer Uhrenfabrik Gernrode mit Schauwerkstatt und Museum passt nun nicht nur optisch zu der Kuckucksuhren-Traditionseinrichtung. Sie hat mit Marco Kühnast auch einen neuen Betreiber und mit „Zum Kuckuck“ ebenso einen neuen Namen.

Gastwirt zu sein, sei ihm vielleicht ein bisschen in die Wiege gelegt, vermutet Marco Kühnast mit einem Schmunzeln: Sein Vater hatte in Kretzschau bei Zeitz eine Gaststätte - „Zur tollen Knolle“. Er selbst war zunächst auf dem Bau tätig, ehe er vor zwölf Jahren in die Gastronomie wechselte, sagt Marco Kühnast. „Das hat sich so ergeben.“

Er eröffnete in Harzgerode eine Pizzeria, zunächst mit Lieferdienst, dann auch mit Restaurant. Die Pizza wird hier frisch gebacken – „mit Mehl vom Müller in Thale“. Später übernahm er die Kantine bei der Trimet, die er fünf Jahre lang betrieb. „Das war eigentlich meine Lehrzeit“, sagt Marco Kühnast. Hier sei „noch richtig wie zu DDR-Zeiten gekocht“ worden.

Christian Bertram, Eigentümer der ehemaligen Uhrenfabrik, hatte Marco Kühnast in der Vergangenheit schon immer wieder einmal angesprochen, ob dieser sich vorstellen könnte, die Gaststätte in Gernrode zu übernehmen. „Aber ich hatte in Harzgerode auf zwei Hochzeiten zu tanzen; eine dritte wäre zu viel geworden“, sagt Marco Kühnast.

2019 aber wurde die Kantine in Harzgerode geschlossen, weil sie nicht mehr rentabel war. Und in Gernrode schloss das italienische Restaurant, das sich zuletzt in der einst als „Tick-Tack-Stube“ bekannten Gastronomie an der Kuckucksuhrenfabrik befand, mit der coronabedingten Zwangspause ab November vergangenen Jahres endgültig die Türen. Christian Bertram fragte erneut, und „jetzt war der Zeitpunkt da“, so der Eigentümer der ehemaligen Fabrik.

„Wir machen Catering, statten Familien- und Firmenfeiern aus.“

Marco Kühnast, „Zum Kuckuck“ am Uhrenmuseum in Gernrode

Bevor „Zum Kuckuck“ eröffnet wurde, erfolgten zunächst umfangreiche Renovierungs- und Modernisierungsarbeiten. Nicht nur der Gastraum, auch die Küche wurde umgestaltet und teils neu ausgestattet.

Auf der Speisekarte stehen im „Kuckuck“ Gerichte aus Pfanne und Topf sowie Überbackenes und Pasta; auch Pizza gibt es. „Wir haben etwas Italienisches, etwas Griechisches und etwas Deutsches, so dass Auswahl für jeden da ist“, erklärt Marco Kühnast. Auch Kaffee und Kuchen gehören zum Angebot.

„Wir machen Catering, statten Familien- und Firmenfeiern aus.“ Gefeiert werden kann ebenso im „Kuckuck“. „Wir sind gerade dabei, noch einen Feiersaal in Aktion zu bringen“, sagt Christian Bertram. Der soll dann zusätzlich zum Gastraum mit 60 bis 75 Plätzen und dem Biergarten mit ebenso vielen Plätzen zur Verfügung stehen.

In seiner Pizzeria „Amico“ in Harzgerode hat Marco Kühnast vier Mitarbeiter und ein, zwei Aushilfen, im „Zum Kuckuck“ in Gernrode sind es drei Mitarbeiter.

Plus Chef - denn Marco Kühnast kocht hier selbst - nach eigenen Rezepten. „Die stelle ich mir selbst zusammen“, sagt der 48-Jährige. „Ich mache auch immer mal etwas Neues, und wir haben auch ein Tagesangebot.“ Geöffnet ist die Gaststätte mittwochs von 17 bis 22 Uhr, donnerstags bis sonntags von 11 bis 22 Uhr.