Vorweihnachtszeit

Märchen am Quedlinburger Schlossberg

Am 1. Dezember startet wieder der lebendige Adventskalender. Was Gäste erwartet und was zu beachten ist.

Von Petra Korn 30.11.2021, 12:00 • Aktualisiert: 01.12.2021, 09:13
Wie hier in einem der Vorjahre treffen sich die Kinder am Finkenherd, um dann eine Tür des lebendigen Adventskalenders zu öffnen.
Wie hier in einem der Vorjahre treffen sich die Kinder am Finkenherd, um dann eine Tür des lebendigen Adventskalenders zu öffnen. Foto: Jürgen Meusel

Quedlinburg/MZ - Die 24 beleuchteten Kalendernummern sind an Häusern rund um den Quedlinburger Schlossberg verteilt, das Märchenzimmer in der Information der Quedlinburg-Tourismus-Marketing GmbH (QTM) im Finkenhäuschen ist eingerichtet, und das große rote „A“ für Adventsstadt Quedlinburg steht im Fenster. Pünktlich am Mittwoch, 1. Dezember, startet er wieder, der lebendige Adventskalender. Dann wird die erste Tür - oder das erste Fenster - geöffnet.

Treff ist an diesem wie an den folgenden Tagen um 16.30 Uhr - außer am 24., da geht es um 13 Uhr los - am Finkenhäuschen, Finkenherd 1/2, erklärt Jörg Finck von der Bürgerinitiative für den Kalender. Der Bauhof habe vor der Info wieder Tannenbäume aufgestellt, und die QTM habe die Öffnungszeiten ihrer Info angepasst, so dass noch schnell ein Blick ins Finkenhäuschen hinein geworfen werden kann, ehe es auf Kalender-Tour geht. Für diese gibt es wieder „jemanden, der die Kinder führen und der wie immer am roten Mantel zu erkennen sein wird“, erklärt Jörg Finck.

Es gibt Geschenke für Kinder, die die richtige Kalendernummer finden

Und wie gehabt gebe es auch kleine Geschenke für Kinder, die die richtige Kalendernummer finden, vor der Haustür ein Gedicht aufsagen oder ein Lied singen. „Wenn mehrere Kinder etwas aufsagen oder singen möchten, dann nacheinander und nicht nebeneinander, damit sie nicht gezwungen sind, zu dicht nebeneinander zu stehen.“

Mit viel Engagement durch die Bewohner vorbereitet, werden auch in diesem Jahr an jedem Haus Märchen erzählt, Geschichten vorgelesen, „und es wird mindestens drei Mal getanzt“, weiß Jörg Finck. Und es gebe nach wie vor am Ende kleine Süßigkeiten für die Mädchen und Jungen - einzeln verpackt.

Auch für den lebendigen Adventskalender gibt es ein Hygienekonzept

Um den aktuellen Bestimmungen Rechnung zu tragen, gibt es auch für den Adventskalender ein Hygienekonzept. „Es ist am Finkenherd 1/2 im Fenster ausgehängt“, erklärt Jörg Finck. Dort sei auch der Code für die Luca-App zu finden, über die sich Teilnehmer registrieren können; möglich ist das auch über Kontaktzettel. Maximal 50 Personen dürfen teilnehmen. Desinfektionsmittel ist bereitgestellt. Masken zu tragen, wird empfohlen; für diejenigen, die ihre vergessen haben, sind welche vorhanden.

Wer sich auf die Suche begibt, kann die Kalendernummern schon entdecken - wobei manche nicht so einfach zu finden sein wird, sagt Jörg Finck. Neben Beteiligten, die schon seit vielen Jahren beim Adventskalender dabei seien, habe er auch einige neue Mitstreiter gewinnen können, habe dafür neben Familien auch Gewerbetreibende angesprochen. Denn es sei recht schwierig gewesen, 24 Teilnehmer zusammenzubekommen. Würden doch dort, wo Menschen auszögen, meist Ferienwohnungen eingerichtet.

„Aber wo es neue Mieter gibt, wird ihnen von den vorherigen gesagt: Ihr müsst euch bei Herrn Finck melden und beim lebendigen Adventskalender mitmachen“, berichtet Jörg Finck mit einem Schmunzeln. Er habe schon damit gerechnet, dass einige derer, die seit vielen Jahren zum Kern der Teilnehmer gehören, wohl zwei Mal ein Türchen öffnen müssten - aber das sei nun doch nicht so: „Wir haben 24 verschiedene Häuser.“ Auf die dann die Kalendernummern verteilt worden seien. Manche könnten nur zu einem bestimmten Datum, andere nur an bestimmten Wochentagen. „Ich mache eine Liste und mische so lange, bis es passt.“