1. MZ.de
  2. >
  3. Lokal
  4. >
  5. Nachrichten Quedlinburg
  6. >
  7. Kritik: Kriminalbiologe Mark Benecke motzt über Harzer Schmalspurbahn

Kritik Kriminalbiologe Mark Benecke motzt über Harzer Schmalspurbahn

Warum der bundesweit bekannte Kriminalbiologe sich beim Ticketkauf für die Harzer Schmalspurbahn in Wernigerode geärgert hat und wie die Firma reagiert.

Von Dennis Lotzmann Aktualisiert: 29.11.2023, 11:20
Mark Benecke beschwert sich via Instagram über die Harzer Schmalspurbahn.
Mark Benecke beschwert sich via Instagram über die Harzer Schmalspurbahn. Foto: Ingo Kugenbuch

Wernigerode. - Der vergangene Sonntag, 26. November, hätte richtig schön sein können für Mark Benecke. Eigentlich. Am Abend wollte der promovierte Kriminalbiologe im Kultur und- und Kongresszentrum in Wernigerode wissensdurstige Zeitgenossen an „Kriminalfällen am Rande des Möglichen“ teilhaben lassen. Zuvor – wenn man schon mal als Besucher im Harzkreis weilt – sollte es noch eine Kurzvisite auf dem frisch eingezuckerten Brockengipfel sein. Und dabei ist der Biologe unerwartet bei der Harzer Schmalspurbahnen GmbH (HSB) auf Hürden gestoßen, mit denen er so nicht gerechnet hätte.

Lesen Sie hier:Dr. Mark Benecke gewährt einen Einblick in seine aufregende Arbeit

Der Ticketkauf – Dr. Benecke ist ein Mann der alten Schule und kauft seine Fahrkarten vor der Zugfahrt am Schalter – wurde zur unschönen Erfahrung, an der Benecke via Instagram umgehend die ganze Weltgemeinschaft teilhaben ließ.

Mark Benecke steht vor geschlossenem HSB-Fahrkartenschalter

Das Problem: Als Benecke in Wernigerode landete – vermutlich auf dem Regelspurbahnhof – stiefelte er direkt zum Fahrkartenschalter des angrenzenden HSB-Bahnhofs. Und erlebte dort sein blaues Wunder: Alles noch verriegelt und verrammelt. Erst 20 Minuten vor der Abfahrt des Zugs sollten sich die Türen öffnen. Obendrein sei die Mitarbeiterin nicht unbedingt in sonntäglicher Stimmung gewesen. Ein Dämpfer für den Biologen, der deutschlandweit mit Vorträgen unterwegs und bekannt ist.

Für letzteres könne man sich – wenn es denn so gewesen sei – nur entschuldigen, betont HSB-Sprecherin Heide Baumgärtner. Das Ticket-Dilemma indes sei nun überhaupt kein Drama. „Obwohl wir eine alte Dampfbahn sind, kann man unsere Tickets ganz modern via Internet ordern – 24 Stunden an sieben Tagen in der Woche und von der warmen Stube aus.“ Außerdem könne man als Fahrgast im allerletzten Moment noch einsteigen, denn Fahrkarten gebe es ohne jeden Aufpreis auch direkt bei Zugbegleiter.

Toller Tag im Harz entschädigt Mark Benecke

„Dass unser Fahrkartenschalter in Wernigerode erst 20 Minuten vor der Abfahrt des ersten Zugs öffnet, ist völlig ausreichend. Die meisten Kunden erscheinen ohnehin erst fünf Minuten vor der Zugabfahrt, außerdem haben wir im November nur wenige Fahrgäste, weil Selketal und Harzquerbahn baubedingt nicht rollen.“

Auch interessant:Mit der HSB von Wernigerode nach Braunlage: Wann werden Pläne in die Tat umgesetzt?

Okay – Mark Benecke hatte am Ende wohl doch noch einen ganz tollen Tag im Harz. Die Bahnfahrt rauf zum Brocken und die Erlebnisse dort oben hätten ihn entschädigt – wie er via Facebook seine Fans umgehend wissen ließ – für den Hürdenlauf zum Ticket. Und der Fachvortrag rund um Kriminalfälle der ganz besonderen Art am Abend in Wernigerode soll auch ein voller Erfolg gewesen sein. Unterm Strich also doch ein ganz toller Tag im Harz ...