Aktivita Fitness Quedlinburg

Hier wird kostenlos getestet - montags bis sonntags

Große Zelte, Parkplätze und auch Personal seien vorhanden, sagt der Betreiber.

Von Petra Korn
Während im neuen Testzentrum des Aktivita Sport- und Gesundheitszentrums noch die letzten Vorbereitungen laufen, legt Ronny Denks ein Testset in einen Behälter. Obwohl offiziell noch nicht eröffnet, wollen sich die ersten hier bereits testen lassen. Foto: Petra Korn

Quedlinburg - Die beiden Zelte sind zu einem großen, 16 Meter langen und 8 Meter breiten zusammengefügt, im Inneren sind ein Anmeldetresen aufgestellt und vier Testbereiche eingerichtet. Am Dienstagmittag laufen noch letzte Vorbereitungsarbeiten, wird beispielsweise ein Drucker eingerichtet. Und Ronny Denks, Inhaber und Geschäftsführer des Aktivita Sport- und Gesundheitszentrums, weist seine Teams noch einmal ein.

Offiziell geht hier, auf dem Aktivita-Gelände, am Mittwoch, 28. April, 8 Uhr, das neue Schnelltestzentrum des Sport- und Gesundheitszentrums in Betrieb. Doch schon am Dienstag sind die ersten da, wollen einen Schnelltest auf eine mögliche Infektion mit dem Coronavirus durchführen lassen.

Für den Abend, sagt Ronny Denks, haben sich schon weitere Bürger angekündigt. „Wir werden gut zu tun haben“, schätzt er ein. Künftig können sich hier, auf dem Gelände des Zentrums in der Quedlinburger Lindenstraße, Interessierte in der Zeit von 8 bis 20 Uhr kostenlos testen lassen - von montags bis sonntags.

„Es gibt definitiv noch zu wenig Testzentren, und wir haben die Kapazitäten.“

Ronny Denks, Inhaber von AktiVita Fitness Quedlinburg

Die Idee für ein solches Testzentrum sei entstanden, als bekannt geworden sei, dass der Landkreis Harz Modellregion für den Tourismus werden wolle, erklärt Ronny Denks. „Damit war absehbar, dass Tests in kurzer Zeit sehr stark nachgefragt werden“, sagt der Inhaber und fügt hinzu: „Der Bedarf ist da. Es gibt definitiv noch zu wenig Testzentren, und wir haben die Kapazitäten.“

Die großen Zelte, die für Veranstaltungen genutzt wurden, Platz, sie aufzubauen, Parkplätze und auch Personal - alles sei vorhanden, sagt Ronny Denks. Denn aktuell könne das Gesundheitszentrum selbst nur sehr eingeschränkt arbeiten, lediglich auf drei voneinander abgetrennten Flächen Individualsport nach Terminvereinbarung sowie einige therapeutische Maßnahmen anbieten.

„Das ist keine erwähnenswerte Auslastung“, fasst der Inhaber zusammen. „Und ich bin schon bestrebt, meinen Leuten eine vernünftige Arbeit zu geben.“ Hinzu komme, dass „wir durch die Konzepte für den Individualsport und auch die Hygienekonzepte für die zwischenzeitliche Öffnung schon sehr guten Kontakt zum Gesundheitsamt hatten“, schildert Ronny Denks.

Daher sei ein Konzept für den Aufbau und den Betrieb eines Testzentrums geschrieben, beim Gesundheitsamt eingereicht und von diesem geprüft, das Zentrum genehmigt worden. Schnelltests seien eingekauft und 15 Mitarbeiter für das Durchführen der Tests durch einen Arzt geschult worden, erklärt der Inhaber weiter. Die Kosten für das Zentrum würden von der Kassenärztlichen Vereinigung getragen.

Wer sich testen lassen möchte, kann einfach zum Gesundheitszentrum kommen, erklärt Ronny Denks. Natürlich nur, wenn er symptomfrei sei und es keinen Verdacht auf eine Infizierung gebe, unterstreicht er. Das Zentrum arbeite mit der „PassGo“-App, die sich Smartphone-Besitzer einfach herunterladen könnten.

Über einen gescannten QR-Code komme das Testergebnis dann direkt aufs Handy. Wer kein Handy habe oder die App nicht nutzen wolle, könne auch vor Ort auf das Ergebnis warten und bekomme dieses dann ausgedruckt. Im Testzentrum-Zelt selbst gehe es zunächst zum Empfang, dann weiter zum Testbereich - alles im Einbahnstraßensystem, erklärt Ronny Denks.

Das Zentrum arbeitet mit der „PassGo“-App für Smartphones

Wegen der zu hohen Sieben-Tage-Inzidenz liegen das Projekt Modellregion und Öffnungen derzeit erst einmal auf Eis. Doch mit sinkender Inzidenz gebe es wieder Schritte in Richtung Normalität, so der Inhaber. „Und da sind aus meiner Sicht Tests sehr wertvoll und auch notwendig.“

Deshalb werde das Testzentrum auch täglich zwölf Stunden offen sein. „Mit dieser langen Zeit wollen wir eine große Flexibilität geben“, sagt Ronny Denks. Das gelte aktuell, wenn jemand beispielsweise morgens einen Friseurtermin habe und zuvor noch einen Test machen möchte.

Und auch, wenn wieder mehr möglich sei, man morgens zum Beispiel zum Frühstück in die Außengastronomie oder ein Berufstätiger nach seinem Feierabend noch in die Stadt möchte und dafür einen aktuellen Schnelltest brauche. Und nicht zuletzt müssten ja auch etliche Firmen ihren Mitarbeitern Tests anbieten. (mz)