Harzer Schmalspurbahnen

Harzer Schmalspurbahnen: HSB will bis 2019 neue Werkstatt bauen

Wernigerode - Bisher müssen die Dampflokomotiven der Harzer Schmalspurbahnen zur Hauptuntersuchung nach Meiningen, ins Dampflokwerk der Deutschen Bahn AG, gebracht werden. Das wird sich bis zum Jahr 2019 ändern. Die HSB steht vor ihrer größten Investition seit Gründung des Unternehmens im Jahr 1991 mit zehn Millionen Euro. „Wenn alles gut läuft wollen wir Ende 2017 den ersten Spatenstich für unsere neue Werkstatt in Wernigerode vornehmen“, sagte dazu HSB-Geschäftsführer Matthias Wagener vor ...

Von Gerd Alpermann 27.10.2015, 13:17

Bisher müssen die Dampflokomotiven der Harzer Schmalspurbahnen zur Hauptuntersuchung nach Meiningen, ins Dampflokwerk der Deutschen Bahn AG, gebracht werden. Das wird sich bis zum Jahr 2019 ändern. Die HSB steht vor ihrer größten Investition seit Gründung des Unternehmens im Jahr 1991 mit zehn Millionen Euro. „Wenn alles gut läuft wollen wir Ende 2017 den ersten Spatenstich für unsere neue Werkstatt in Wernigerode vornehmen“, sagte dazu HSB-Geschäftsführer Matthias Wagener vor Medienvertretern.

Filetstück mitten in der Stadt

Dafür wurde jetzt ein großer Schritt unternommen. Der HSB-Geschäftsführer und Wernigerodes Oberbürgermeister Peter Gaffert (parteilos), Vorsitzender des Aufsichtsrates der HSB, unterzeichneten einen Kaufvertrag zum Erwerb eines 25 000 Quadratmeter großen Grundstücks. „Es ist ein Filetstück mitten in der Stadt“, wie der Oberbürgermeister anmerkte. Es liegt zwischen dem Altstadtkreisel und dem Bahnhof Westerntor, fast neben der bestehenden Werkstatt und ist als „Ochsenteichgelände“ bekannt.

Platz für 4.000 Teile

Matthias Wagener nannte hauptsächlich wirtschaftliche Gründe für den geplanten Neubau. Jede der 25 Dampflokomotive des Unternehmens muss alle acht Jahre zur Hauptuntersuchung. Diese wird derzeit in Meiningen durchgeführt und kostet jeweils 500 000 bis 600 000 Euro. „Und die Kosten dafür steigen“, sagte der Geschäftsführer. Deshalb sollen die Hauptuntersuchungen und andere Reparaturen in Wernigerode durchgeführt werden. Zwei bis drei Dampfloks müssen jedes Jahr untersucht werden. Dazu sind die Maschinen zu zerlegen und wieder zusammen zu bauen. Für rund 4 000 Teile muss dafür Platz sein. Doch den gibt es in dem Maße nicht in der alten Werkstatt aus den 1920er Jahren in Westerntornähe. (mz)