Spektakel

Unstrut steht in Flammen: Nebraer Lichterfest lockt Hunderte Besucher an

Welche Attraktionen Förderverein ins Programm gepackt hat.

Von Gisela Jäger 22.06.2022, 09:05
„Unstrut in Flammen“: Das  „Flaggschiff“  Himmelsscheibe kreuzt vor dem von einem Feuer erhellten Ufer der Unstrut.
„Unstrut in Flammen“: Das „Flaggschiff“ Himmelsscheibe kreuzt vor dem von einem Feuer erhellten Ufer der Unstrut. Foto: Gisela Jäger

Nebra - Der Förderverein Himmelsscheibe von Nebra feierte mit dem 16. Lichterfest „Unstrut in Flammen“ zugleich die 15. Entenregatta. Nach zwei Jahren Corona-Zwangspause waren die rund 15 Vereinsmitglieder um Vorsitzende Sabine Reich trotz der tropischen Sommerhitze froh und glücklich, die Nebraer und angereiste Gäste wieder mit Spaß, Spiel, Spannung, Lichter- und Feuerwerksglanz zu erfreuen.

Für gute Partystimmung auf dem Festplatz an der Bootsanlegestelle wurde bereits am Nachmittag gesorgt. Bei Kaffee und Kuchen, Grillkost, Fischspezialitäten sowie verschiedenen erfrischenden Getränken gab es mit dem Nebraer Duo Helmut Stock und Steffen Baum eine kleine Premiere, denn die beiden traten erstmals mit handgemachter Musik per Akkordeon und Gitarre mit Schlager- und Stimmungstiteln vor einem größeren Publikum auf. Viel Beifall war verdienter Lohn.

Kindertanzgruppe des Carnevalsvereins tritt auf

Zwischendurch zeigte die ebenfalls mit Beifall bedachte Kindertanzgruppe des Nebraer Carnevalsverein einige Tänze, und für die Kinderbespaßung sorgten Spielangebote und Schminkstand. Der erste spannende Höhepunkt des Abends startete punkt 18 Uhr mit der 15. Enten-Regatta. Die zahlreichen nummerierten und im Vorfeld des Festes verkauften Plastikenten in leuchtendem Pink wurden an der mit Lichterketten geschmückten Unstrutbrücke ins Wasser gesetzt.

Mitglieder des Fördervereins Himmelsscheibe unter Vorsitz von Sabine Reich (5.v.l.) sind maßgeblich an der Organisation beteiligt. Roland Eckert (2.v.l.) moderiert die Preisvergabe, und Ida Beck (l. v.) zieht die Glücksenten.
Mitglieder des Fördervereins Himmelsscheibe unter Vorsitz von Sabine Reich (5.v.l.) sind maßgeblich an der Organisation beteiligt. Roland Eckert (2.v.l.) moderiert die Preisvergabe, und Ida Beck (l. v.) zieht die Glücksenten.
(Foto: Gisela Jäger)

Beim Einlaufen der Glückbringer säumten Hunderte Zuschauer das Unstrutufer in der Hoffnung, dass genau ihre „Glücksente“ einen der insgesamt 50 attraktiven Sachpreise mit ihrem Zieleinlauf an der Spitze sichert. Als Hauptpreis winkte immerhin ein Tablet. Einzeln und der Reihenfolge nach sammelten die Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr Nebra im Schlauchboot an der Sperre die ersten 20 Preisträger-Enten ein. Aus allen danach eingesammelten Enten zog unter witziger Moderation von Roland Eckert die kleine „Glücksente“ Ida Beck noch 30 weitere durch den Verein und Sponsorenunterstützung bereitgestellte Sachpreise.

Auch bummelletzte Ente sichert Preis

Übrigens: Auch die bummelletzte Ente sicherte ihrem glücklichen Gewinner einen Preis in Form der Platzreservierung in einem der illuminierten fast 30 Boote, die gegen 22 Uhr in Wangen an den Start gingen unter dem „Flaggschiff“ mit dem Segel der Himmelsscheibe von Nebra.

Insgesamt nehmen über 30 licht- und fackelgeschmückte Boote und Kanus am Nachmittag ab Kleinwangen die Fahrt nach Nebra auf.
Insgesamt nehmen über 30 licht- und fackelgeschmückte Boote und Kanus am Nachmittag ab Kleinwangen die Fahrt nach Nebra auf.
(Foto: Gisela Jäger)

Wangener Privatboote und die Kanus der Abteilung Wasserwandern des Sportvereins Nebra stellten einmal mehr den lichter- und fackelglänzenden Korso „Unstrut in Flammen“ zusammen. Ein großes Lagerfeuer am linken Unstrutufer und ein freudiger Hallo-Empfang der Zuschauer begrüßten die Insassen der Kanus und Boote in der Dunkelheit. Spektakulärer Höhepunkt kurz darauf war das farbenprächtige Höhenfeuer, das in den klaren windstillen Himmel hochstieg und sich facettenreich im Unstrutwasser spiegelte. Mehr Glanz und romantische Stimmung ging nicht bei dem perfekt inszenierten und musikalisch begleiteten Spektakel auf dem Fluss.

Der Förderverein dankte allen, die sich in unterschiedlicher Weise für das gute Gelingen des Unstrutfestes eingebracht hatten.