Schwimmbad „Balison“ in Bad Bibra

Nach missglückter Sanierung und Diskussionen nun ein Pakt

Stadt und Verbandsgemeinde An der Finne schließen Vereinbarung. Arbeitskreis wird gegründet.

Ein Bild aus unbeschwerten Sommertagen: das Balison in Bad Bibra. Archiv (Jäger)

Bad Bibra - Das Bad Bibraer Schwimmbad „Balison“ hat in der jüngsten Zeit mehr für Ärger als für Spaß gesorgt. Die zuletzt misslungene Schwimmbeckensanierung war Auslöser für eine mehrschichtige Diskussion zwischen der Verbandsgemeinde (VG) An der Finne als Aufgabenträgerin des Schwimmbadbetriebes und der Stadt Bad Bibra als Eigentümerin des Grundstücks sowie der baulichen Anlagen und als Mehrheitsteilhaberin an der Betreibergesellschaft. Erneut wurde kritisch die Aufgabenwahrnehmung, das Betreibermodell oder auch die Höhe des Zuschusses, den die Stadt zahlt, diskutiert.

Bei allem klang immer wieder durch, dass die Transparenz fehle. Um diese künftig zu gewährleisten, entstand die Idee, eine Verwaltungsvereinbarung zum Schwimmbad zwischen der VG und der Stadt Bad Bibra abzuschließen. Diese Vereinbarung wurde nun während der Sitzung am Dienstagabend vom Gemeinderat einstimmig abgesegnet.

Da Teil dieser Verwaltungsvereinbarung die Gründung eines Arbeitskreises ist, war es nun, nachdem der Verbandsgemeinderat jüngst Mitglieder in dieses Gremium entsandt hat, an dem Gemeinderat, seine Mitglieder zu benennen. So legte dieser fest, dass in dem Arbeitskreis von der Fraktion CDU/Einzelbewerber Thomas Tischner, Peter Bornschein und als Stellvertreter Matthias Schäfer die Interessen der Stadt vertreten sollen und aus der SPD-Fraktion Heiner Mertins. Zudem gehört Bürgermeister Frederik Sandner dem Arbeitskreis Kraft seines Amtes an wie auch VG-Bürgermeisterin Monika Ludwig. Allerdings habe sie angekündigt, dass sie an ihrer Stelle einen Vertreter in das Arbeitsgremium entsenden werde, erklärte Sandner im Gespräch mit Tageblatt/MZ. Mit im Boot ist auch der Geschäftsführer der Betreibergesellschaft, Bert Weißenborn.

Nach der desaströsen Beckensanierung wurde - wie berichtet - erfolgreich ein Fördertopf angezapft. Grundlage dabei war ein privates Sanierungskonzept von Weißenborn. Dieses ist Teil eines Betreiberkonzeptes für das angrenzende Waldhotel, das er als dessen Betreiber erstellt hat. Das Teilkonzept Schwimmbad stellte Weißenborn der VG und Stadt mit der Bedingung zur Verfügung, in dem Arbeitskreis mitwirken zu können.

Der insgesamt 15 Mitglieder umfassende Arbeitskreis - ihm gehören zudem Mitarbeiter der VG-Verwaltung an - wird bereits am 5.Mai zum ersten Mal zusammenkommen, weil bereits eine Planungsleistung ausgeschrieben werden muss. (Jana Kainz)