Kinderfeuerwehr in Gleina gegründet

Mehr als Tatütata: Jüngste lernen alles rund um Brandschutz

Drei Frauen betreuen die Mädchen und Jungen. Was das Ziel von Wehrleiter Heiner Grett ist.

Von Constanze Matthes
Die Freiwillige Feuerwehr  Gleina will nun mit einer eigenen Kindergruppe den Nachwuchs für die eigenen Reihen fördern.
Die Freiwillige Feuerwehr Gleina will nun mit einer eigenen Kindergruppe den Nachwuchs für die eigenen Reihen fördern. (Foto: Feuerwehr)

Gleina - „Mit unserer Nachwuchsarbeit sieht es eher schlecht aus. Aber es ist wichtig, die Kinder für die Arbeit der Feuerwehr zu begeistern“, sagt Heiner Grett. Der Wehrleiter der Freiwilligen Feuerwehr Gleina zieht ein ernüchterndes wie ehrliches Fazit und blickt trotzdem positiv gestimmt in die Zukunft. Denn inmitten der Pandemie, wo allgemein landauf, landab die Dienste, Ausbildungen und Veranstaltungen der Wehren brachlagen, gründeten die Gleinaer eine Kinderfeuerwehr. Damit bestehen auf dem Gebiet der Verbandsgemeinde Unstruttal insgesamt sieben Gruppen dieser Art.

Bereits während eines Kinderfeuerwehrnachmittags 2019 zeigte sich, wie viel Spaß die Kinder haben. Um jedoch auch alles versicherungstechnisch auf sichere Beine zu stellen, lag die Gründung einer Kinderfeuerwehr nahe. Eine erste kleine Zusammenkunft gab es nun am vergangenen Wochenende - dank der Lockerungen nach dem langen Lockdown. „Wir hatten zu Ostern einen Prospekt des Landesfeuerwehrverbandes mit feuerwehrspezifischen Fragen an Kinder verteilt“, blickt Grett zurück, der seit neun Jahren an der Spitze der Gleinaer Wehr steht. Als Dank gab es nun für die Mädchen und Jungen Urkunden und Medaillen.

Einmal im Monat soll mit reichlich Spiel und Sport auf kindgerechte Art und Weise Wissen rund um die Arbeit der Brandhelfer vermittelt werden. Darüber hinaus soll in der Gruppe das Miteinander, sprich: soziale Kompetenzen, gefördert werden. Mit 15 Mädchen und Jungen im Alter von fünf bis neun Jahren startet die Gleinaer Feuerwehr ihre neue Initiative. Weitere, auch aus anderen Orten, sind gern gesehen. Betreut wird der Nachwuchs von Kinderwartin Iris Grett, ihrer Stellvertreterin Andrea Schuster sowie Manuela Precht. Iris Grett, Frau des Wehrleiters, hat für ihr Amt eine spezielle Ausbildung absolviert. Die Kleidung für die Jüngsten wird von der Landesjugendfeuerwehr gefördert, auch der Feuerwehrverein wird die neue Truppe unterstützen.

Darüber hinaus bildet die Hilfe der Kreisjugendfeuerwehr und der Verbandsgemeinde den Gleinaern ebenso eine wichtige Basis wie die unmittelbare Nähe des Gerätehauses zur Kindertagesstätte „Pittiplatsch“, die sich nach Umbau und Komplettsanierung seit 2018 gemeinsam unter einem Dach befinden. „Auch die Zusammenarbeit zwischen den Wehren im Unstruttal funktioniert sehr gut“, unterstrich Heiner Grett, dem das Thema Ausbildungen seiner Kameraden sehr am Herzen liegt. Seit Anfang des Monats sind diese auch wieder möglich.