Denkmalschutz

Feinstrahler im Einsatz - Westchor-Fassade des Naumburger Doms wird restauriert

Mit den Arbeiten soll Substanz des Welterbe-Bauwerks erhalten bleiben. Deutsche Stiftung Denkmalschutz reicht Fördermittel aus.

Aktualisiert: 29.09.2022, 15:40
Nach den umfangreichen Arbeiten am Ostchor des Naumburger Doms beginnt nun die Restaurierung der Westchor-Fassade.
Nach den umfangreichen Arbeiten am Ostchor des Naumburger Doms beginnt nun die Restaurierung der Westchor-Fassade. (Foto: Falko Matte/Domstifter)

Naumburg - Nach dem Abschluss der Fassadensanierung am Ostchor des Naumburger Doms haben nun die Fassadenarbeiten am Westchor begonnen. Wie die Vereinigten Domstifter mitteilten, wird unterhalb des etwa vier Meter hohen Gesimses analog der Arbeiten am Ostchor zunächst eine sorgfältige Reinigung mit Hilfe von Feinstrahlern vorgenommen, bevor in einem zweiten Schritt schadhafte Fugen ausgebessert werden.

Durch diese Arbeiten soll gewährleistet werden, dass das historische Bauwerk und seine Substanz noch viele weitere Jahrhunderte erhalten bleiben. Wie es hieß, befinden sich am Sockel des Westchors schwarze Ablagerungen, die jedoch aufgrund von Regeneinfluss und Witterung weniger stark ausgeprägt sind, als es an der Ostchorfassade der Fall war. Gefördert werden die Arbeiten den Angaben zufolge durch die Deutsche Stiftung Denkmalschutz.

Der Naumburger Dom wurde aus Kalkstein erbaut. Witterungs- und alterungsbedingt ist es in den vergangenen Jahrzehnten zu unterschiedlich starken Schwarzfärbungen an der Fassade gekommen. Diese Verfärbungen entstehen laut den Domstiftern durch die Ablagerung einer Gipskruste auf der Oberfläche. Diese Ablagerung könne für das Baumaterial schädlich sein: Unter der Gipskruste kann es dazu kommen, was im schlimmsten Fall zum Steinverlust führen kann. Besonders stark waren Verfärbung und Krustenbildung an der Ostchorseite. (nt/mz)