Gerhard Hartung kehrt nach 196 Spielen für die Germania-Oldies in seine alte Heimat zurück

Ein würdiger Abschied

Seniorenfußball: Naumburger und Bad Kösener feiern deutliche Siege.

Die Spieler beider Mannschaften bildeten ein Spalier, als Gerhard Hartung das letzte Mal als Aktiver den Platz in Possenhain verließ. Zwischen den Germanen und den Gästen aus Muschwitz gab es ein 3:3.
Die Spieler beider Mannschaften bildeten ein Spalier, als Gerhard Hartung das letzte Mal als Aktiver den Platz in Possenhain verließ. Zwischen den Germanen und den Gästen aus Muschwitz gab es ein 3:3. (Foto: SV Germania 99)

Naumburg - Bei den „Alten Herren“ gab es am Wochenende folgende Resultate.

SC Naumburg - Fortuna Bad Bibra 9:0 (4:0). Im ersten Heimspiel nach der staatlich verordneten Zwangspause gelang den Domstädtern ein auch in dieser Höhe verdienter, ungefährdeter Kantersieg gegen tapfer kämpfende Finnestädter. Mitte der ersten Halbzeit knackte Lutz Böhme nach Vorarbeit von Rico Dornau und Steffen Elbe erstmals das Abwehrbollwerk der Gäste. Dann scheiterte Dornau mit seinem Kopfball am starken Bad Bibraer Keeper, doch Olaf Zanke staubte zum 2:0 ab. Bis zur Pause bauten Christian Werner (nach Rückpass von Vasiliy Solotarew) und Zanke (nach Zuspiel von Böhme) den Vorsprung der SCN-Oldies auf vier Treffer aus. Auf der Gegenseite parierte Torwart Torsten Kneusel einen Freistoß von Bernd Dönitz. Nach dem Seitenwechsel konnte das Fortuna-Team verletzungsbedingt nur noch zu zehnt weiterspielen. Böhme (nach Doppelpass mit Werner), dann Werner selbst sowie nach einem Eigentor der Bad Bibraer nach Hereingabe von Leonard Rosca (52.) erneut Werner und zum Abschluss Christian Schüler sorgten für den klaren Endstand.

Rot-Weiß Weißenfels - SC Naumburg 1:1 (0:0). In der Vorwoche hatten die Domstädter auswärts ihre Rückkehr auf den Fußballplatz gefeiert. Stürmer Vasiliy Solotarew, der eine hervorragende Torhüterleistung zeigte, rettete bei einigen Kontern der Gastgeber das Unentschieden zur Pause. Im zweiten Durchgang gingen die Gäste durch ein Eigentor der Rot-Weißen nach einem Rückpass von Christian Werner in Führung. Danach drückten die Weißenfelser auf den Ausgleich, der ihnen sieben Minuten später nach einem Abwehrfehler der Naumburger auch gelang. Das SCN-Team bedankt sich bei den Friesen Christian Erhardt und Torsten Pöhlandt für die Unterstützung.

Der Bad Kösener Maik Grottel (l.) kann hier sich gegen Freddy Linzmaier vom FSV Klosterhäseler durchsetzen. Die Blau-Weißen gewinnen diese Partie, ihre erste nach fast einem Jahr, mit 3:0.
Der Bad Kösener Maik Grottel (l.) kann hier sich gegen Freddy Linzmaier vom FSV Klosterhäseler durchsetzen. Die Blau-Weißen gewinnen diese Partie, ihre erste nach fast einem Jahr, mit 3:0.
(Foto: Behrens)

FSV Klosterhäseler - Blau-Weiß Bad Kösen 0:3 (0:1). Vor einer prächtigen Zuschauerkulisse und bei bestem Fußballwetter bestritten die Kurstädter nach der nun rund einjährigen Zwangspause ihre erste Partie. Beide Mannschaften legten große Spielfreude an den Tag. FSV-Schlussmann Matthias Sakowitz machte mit seinen Paraden mehrere gute Chancen der Gäste zunichte; er war der beste Mann seines Teams. Die beste Einschussmöglichkeit für Klosterhäseler hatte Dirk Meinhardt, der aber den Kasten der Bad Kösener verfehlte. Über weite Strecken dominierten die Blau-Weiß-Senioren, angetrieben von Ricardo Alf, der in der 31. Minute den Führungstreffer der Gäste erzielte, die auch in der zweiten Halbzeit am Drücker blieben. Sakowitz verhinderte gegen Thomas Reuter, Martin Ritter, Alf und Maik Grottel weitere Gegentore. Ritter traf zudem den Pfosten. Erneut Alf (41.) sowie Grottel (68.) sorgten schließlich für das Schlussresultat. Ein Dank der Gastgeber geht an Willi Knorr und seine fleißigen Helfer, die das Sportplatz-Gelände hervorragend hergerichtet hatten.

Christian Meißner hat es schwer, gegen die tiefstehende Sonne den Durchblick zu behalten.
Christian Meißner hat es schwer, gegen die tiefstehende Sonne den Durchblick zu behalten.
(Foto: Behrens)

Germania Schönburg/Possenhain - SV Muschwitz 3:3 (2:2). Dieser freundschaftliche Vergleich war für den 60-jährigen Germania-Akteur Gerhard Hartung ein ganz besonderer: Es war sein Abschiedsspiel. Ein Aufruf im Jahr 2011, als die Schönburger und Possenhainer für ihre neue Altherren-Mannschaft Kicker suchten, weckte bei Hartung das Interesse, und so nahm er in den vergangenen zehn Jahren gern den Weg von Naumburg nach Possenhain, um für das Germania-Team die Töppen zu schnüren. In dieser Zeit brachte es Gerhard Hartung auf beachtliche 196 Spiele. „Die Harmonie in der Mannschaft war der Grund dafür, dass meine Freude am Fußball immer erhalten blieb“, sagte er bei seinem Abschied. Aus familiären Gründen kehrt er nun in seine alte Heimat in den Odenwald zurück.

Die Muschwitzer waren jedoch nicht zum Geschenke verteilen gekommen, und gingen durch Domin (19.) sowie Eltin (28.) zweimal in Führung. Lars Hilgers (27.) und Frank Burchardt (32.) gelang aber jeweils der Ausgleich für die Platzherren. Vier Minuten nach Beginn der zweiten Halbzeit schoss Michael Heinrich die Germania-Oldies erstmals in Front. Kluge (49.) stellte aber wieder den Gleichstand her. Beim Verlassen des Platzes bildeten beide Teams ein Spalier für Gerhard Hartung.

SV Mertendorf - Eintracht Camburg 3:3 (1:2). Auch die Wethautaler bestritten ihr erstes Spiel nach der Corona-Pause. Sie zogen durch ein Eigentor nach einem Solo von Ralf Kunze (10.) in Front, aber bis zur Pause drehten die Thüringer durch Treffer von Nico Franz (15.) und Ronny Hüttich (30.) das Ergebnis. Nachdem Mertendorfs Keeper Marcel Voigt einen Elfmeter der Camburger pariert hatte (41.), legte Hüttich vier Minuten später das 1:3 nach. Eike Bretschneider nach Vorarbeit von Christian Perner (60.) sowie Kunze (65.) retteten dem SVM-Team aber noch das Unentschieden.

FC RSK Freyburg - ESV Merseburg 5:4 (3:1). Robert Jesswein eröffnete den Torreigen für die Jahnstädter. Wenig später glichen die Gäste aus, aber Tino Jaenisch nach einem Befreiungsschlag von Christian Knauth sowie erneut Jesswein nach Doppelpass mit Chris Klang sorgten für die 3:1-Pausenführung der RSK-Oldies. In der zweiten Halbzeit wurde es turbulent. Der ESV kam zum schnellen Anschlusstreffer. Dann zeigte Referee Markus Hoppe auf den Elfmeterpunkt, nachdem Freyburgs Abwehrstratege und Spielertrainer Andreas Albrecht den Ball bei einer Rettungsaktion unglücklich an die Hand bekommen hatte. Den fälligen Strafstoß konnte Torhüter Martin Niebling jedoch mit einer klasse Reaktion entschärfen. In der Schlussphase glich Merseburg noch zweimal aus, aber Klangs Doppelpack zum 4:3 beziehungsweise 5:4 sicherte den Platzherren noch den Sieg. (tok/hob/ug/hd/mn)

Weiter spielten: Goseck/Markwerben - BSC Laucha 4:4