SRH Holding

Cyberangriff verschont Klinikum

Vorsorglich wurden auch die Standorte in Naumburg und Zeitz vom Netz getrennt. Der Klinik-Betrieb läuft jedoch weiter.

Von Jana Kainz 23.09.2021, 09:14
Vom Cyberangriff auf die SRH-Gruppe blieb das Klinikum in Naumburg weitgehend verschont.
Vom Cyberangriff auf die SRH-Gruppe blieb das Klinikum in Naumburg weitgehend verschont. Foto: Torsten Biel

Naumburg - Vom Cyberangriff, der am vergangenen Wochenende auf die IT-Infrastruktur des Bildungs- und Gesundheitsunternehmens SRH gestartet worden ist, blieben die Standorte Zeitz und Naumburg der SRH Klinikum Burgenland GmbH weitestgehend verschont. „Die Akut- und Rehakliniken der SRH standen nicht im Fokus der Cyberattacke. Allerdings mussten auch hier zum Schutz unserer Daten und Systeme wie auch alle anderen SRH Standorte ’vom Netz’ getrennt und separiert werden“, teilt Marika Hesse, Referentin der Geschäftsführung in Naumburg, auf Anfrage von Tageblatt/MZ mit. Nur so könne bis zur Wiederinbetriebnahme ein höchstmögliches Maß an Sicherheit erreicht werden. Alle medizinischen Bereiche seien nach der Attacke schnell über die Sachlage informiert worden und führen seither ihre Arbeit derzeit ohne IT-Unterstützung fort. „Das beeinträchtigt zwar momentan die Arbeitseffizienz, nicht aber die Qualität der Leistung an den Patienten“, so die Referentin weiter.

Nachdem unbekannte Täter den IT-Bereich gezielt mit Hilfe von Schadsoftware angegriffen hatten, sei derzeit ein Teil der IT-Infrastruktur des Unternehmens in ihrer Funktion beeinträchtigt, heißt es weiter. Aus Sicherheitsgründen mussten, wie bereits erwähnt, die IT-Systeme vorerst vom Netz genommen werden. Derzeit werde mit Hilfe externer Experten konzentriert an der Wiederherstellung gearbeitet.

„Die SRH geht derzeit davon aus, dass die wesentlichen Systeme wiederherstellbar sind und somit auch zeitnah wieder in den normalen Betriebsmodus gegangen werden kann“, wird weiter mitgeteilt. Der genaue Zeitraum bis zur vollen Betriebsfähigkeit kann die SRH-Holding derzeit nicht gesichert angegeben. Nach aktuellem Kenntnisstand sind vor allem Hochschul- und andere Bildungseinrichtungen der SRH betroffen. Prüfungsleistungen beispielsweise seien aber erhaltengeblieben.

Mit externen Partnern können beide SRH-Kliniken im Burgenlandkreis derzeit nur eingeschränkt kommunizieren. Die Referentin: „Wir sind aber zuversichtlich, dies bald wieder wie gewohnt tun zu können.“