Seit August wird gewerkelt

Bauvorhaben an Grundschule Laucha: Nicht ohne Erschwernis

470.000 Euro fließen in das Haus aus den 1980er-Jahren.

Von Constanze Matthes 16.11.2021, 10:27
Ein Gerüst kündet von den Bauarbeiten an der Grundschule in Laucha, die allerdings in Kürze abgeschlossen werden können.
Ein Gerüst kündet von den Bauarbeiten an der Grundschule in Laucha, die allerdings in Kürze abgeschlossen werden können. (Foto: Torsten Biel)

Laucha - Die umfangreichen Bauarbeiten an der Grundschule „Friedrich Bödecker“ in Laucha stehen vor ihrem Abschluss. „Es sind nur noch einige Restarbeiten zu erledigen“, sagte Jörg Witzleben, im Bauamt der Verbandsgemeinde Unstruttal zuständig für den Hochbau, während ei-nes Vor-Ort-Gesprächs. Rund 470.000 Euro flossen in das Vorhaben, wobei 303.000 Euro und damit nahezu 65 Prozent der Gesamtkosten Fördermittel aus dem Programm „Verbesserung der Schulinfrastruktur finanzschwacher Kommunen“ sind. Der Rest sind Eigenmittel der Verbandsgemeinde, die Träger der Schule ist.

Während der vergangenen Monate - Baustart war im August - konnten Dach, Dämmung, Türen sowie Teile der Fassade erneuert werden. Allerdings nicht ohne gewisse Herausforderungen und Probleme, wie der Bauamtsmitarbeiter zurückblickte. So fanden die Arbeiten während des laufenden Schulbetriebs statt. Wegen Lieferengpässen verschob sich zudem die Bauphase. „Während der Zeit, in der das Dach offen war, gab es einen Starkregen“, berichtete VG-Bürgermeisterin Jana Schumann. „Zwei bis drei Räume waren betroffen. Glücklicherweise kam es nicht zu größeren und bleibenden Schäden.“

Als ein besonderer Blickfang wurde eine Giebelseite gestaltet, die von der Eckartsbergaer Straße er einsehbar ist. An der Fassade ist das Logo der Verbandsgemeinde zu sehen, das stilisiert und in den Farben Grün und Blau gestaltet auf die Unstrut, den Wein und die Himmelsscheibe hinweist. In puncto Fassade gab es noch spezielle Schäden zu beseitigen. Spechte haben sich an der Außenhaut der Schule zu schaffen gemacht und hier deutliche Spuren hinterlassen.

Schritt für Schritt soll zudem die Elektrik erneuert werden. Sie soll so angelegt werden, dass eine geplante Photovoltaik-Anlage unproblematisch auf dem Dach installiert und angeschlossen werden kann. Dabei stelle sich jedoch die Frage, ob die Anlage von einer Firma oder von der Verbandsgemeinde betrieben werden kann, so Jana Schumann.

An einer der Giebelseiten ist fortan das Logo der Verbandsgemeinde Unstruttal in stilisierter Form zu sehen.
An einer der Giebelseiten ist fortan das Logo der Verbandsgemeinde Unstruttal in stilisierter Form zu sehen.
(Foto: Torsten Biel)

Die Verbandsgemeinde Unstruttal ist Träger der drei Grundschulen in Freyburg, Laucha und Nebra. Jährlich werden im Schnitt zwischen 40.000 und 50.000 Euro pro Schule in verschiedene Maßnahmen investiert, wie die VG-Chefin Auskunft gab. Die Schule in Laucha, die seit 2005 den Namen „Friedrich Bödecker“ trägt und sich vor allem der Lese- und Schreibförderung widmet, ist in den 1980er-Jahren errichtet worden.

Bereits 2019 hatte der Verbandsgemeinderat Unstruttal mit einem Ja zu einer Prioritätenliste dem Projekt grünes Licht erteilt. Obwohl für die ausreichende finanzielle Ausstattung der Kommunen das jeweilige Bundesland Sorge tragen muss, ist das Förderprogramm eine Initiative des Bundesfinanzministeriums.