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Tier verendet qualvoll Bad Dürrenberg: Warum dieser Jungstorch auf tragische Weise gestorben ist

Ein junger Storch ist in Bad Dürrenberg im Saalekreis qualvoll verendet. Im Magen haben Tierschützer 145 Gummibänder gefunden.

Von DUR/eb Aktualisiert: 12.07.2024, 10:59
Im Magen des verendeten Storches in Bad Dürrenberg haben Tierschützer 145 Gummibänder gefunden.
Im Magen des verendeten Storches in Bad Dürrenberg haben Tierschützer 145 Gummibänder gefunden. Foto: Naturschutzbund

Bad Dürrenberg. - Im Magen eines kürzlich verendeten Jungstorches haben Tierschützer des Naturschutzbundes (Nabu) in Bad Dürrenberg laut eigenen Angaben insgesamt 145 Gummibänder gefunden.

Die Nabu-Mitglieder gehen davon aus, dass der Müll nicht ordnungsgemäß entsorgt und der Storchnachwuchs damit gefüttert wurde.

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Insgesamt 145 Gummibänder hatte der Jungstorch in Bad Dürrenberg im Magen.
Insgesamt 145 Gummibänder hatte der Jungstorch in Bad Dürrenberg im Magen.
Foto: Naturschutzbund

Ähnliche Fälle gab es bereits in den Jahren 2021 und 2023 im Saalekreis.

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Junger Storch stirbt im Saalekreis qualvollen Tod durch 145 Gummibänder im Magen

"In diesem Jahr haben ehrenamtliche Vogelschützer die Störche wieder lange Zeit beobachtet und festgestellt, dass erneut Gummibänder verfüttert wurden. Eines der drei Jungtiere wurde Ende letzter Woche immer schwächer und ist am Sonntag leider gestorben", hieß es am Dienstag vom Nabu.

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Der verendete Storch ist vom Horst geholt worden.
Der verendete Storch ist vom Horst geholt worden.
Foto: Naturschutzbund
Der gestorbene Storch wurde zur Untersuchung in die Vogelklinik der Uni Leipzig gebracht. Dort wurden diese Gummibänder im Magen gefunden.
Der gestorbene Storch wurde zur Untersuchung in die Vogelklinik der Uni Leipzig gebracht. Dort wurden diese Gummibänder im Magen gefunden.
Foto: Naturschutzbund

Vogelschützer haben den toten Storch vom Horst geholt und zur Untersuchung in die Vogelklinik der Uni Leipzig gebracht. Der Mageninhalt habe vollständig aus insgesamt 145 Gummibändern bestanden, so der Nabu.

Woher stammen die Gummibänder, die der Jungstorch in Bad Dürrenberg im Magen hatte?
Woher stammen die Gummibänder, die der Jungstorch in Bad Dürrenberg im Magen hatte?
Foto: Naturschutzbund

Aus diesem Grund bitten die Mitglieder des Nabu die Anwohner, die Umgebung aufmerksam zu beobachten und die Wildvogelhilfe unter der Telefonnummer 0341/92762027 zu informieren, falls Störche in Bad Dürrenberg am Boden gesehen werden.

Der Nabu erbittet Hilfe bei der Suche nach illegalen Mülldeponien, auf denen derartige Gummis liegen könnten.
Der Nabu erbittet Hilfe bei der Suche nach illegalen Mülldeponien, auf denen derartige Gummis liegen könnten.
Foto: Naturschutzbund

Außerdem möchte der Nabu herausfinden, wo im Saalekreis derartige Mengen an Gummibändern liegen, die für die Störche frei zugänglich sind. Hinweise sollen per Mail an [email protected] abgegeben werden.