Stadtentwickler planen

Königsmühle in Merseburg - Schluss mit dem Dasein in der Sackgasse?

Von Undine Freyberg
Königsmühle bei Merseburg
Königsmühle bei Merseburg (Foto: Marco Junghans)

Merseburg - In der Sondersitzung des Ausschusses für Stadtentwicklung, Bauen und Umwelt ist es erneut um das Thema Königsmühle gegangen und darum, was mit dem rund 25 Hektar großen Areal passieren soll. Aktuell wird präferiert, die Fläche, die sich komplett im Eigentum der Stadt befindet, für Wohnbebauung sowie Freizeit und Erholung zu entwickeln und eine Radbrücke als Verbindung nach Meuschau zu bauen. „Bei Gebieten für Wohnbebauung haben wir das bisher so gehandhabt, dass wir die Fläche an einen privaten Entwickler verkaufen, der das Areal vermarktet“, sagte OB Jens Bühligen (CDU). Man könne sich auch hier vorstellen, die Fläche zu veräußern und das Ganze öffentlich auszuschreiben. Immerhin handelt es sich dort insgesamt um eine Fläche, die etwa so groß ist wie 36 Fußballfelder. Deshalb soll im nächsten Bauausschuss bereits ein Beschluss zur Aufstellung eines Bebauungsplans gefasst werden. Mit der Intention, die Fläche zu entwickeln, hätte die Stadt die Möglichkeit, Fördermittel zu bekommen.

Mehrere Stadträte sprachen sich in der Diskussion deutlich dafür aus, dass darauf geachtet werden sollte, dass die Flächen direkt an der Saale unbedingt für die Allgemeinheit zugänglich sein müssen. Stadtrat Matthias Kreisel (CDU) schlug vor, dass im Zusammenhang mit der Entwicklung der Königsmühle auch eine Wegeverbindung zum Kloster geschaffen werden sollte. „Ein Weg vom Kloster nach unten wäre wichtig. Dann fristet unser Kloster nicht mehr das Dasein in einer Sackgasse“, schlug er vor. Darüber, so einen Rundweg zu schaffen, hatte auch schon das Stadtentwicklungsamt nachgedacht, das dafür bereits Pläne in der Schublade hat. Hubertus Steinki (SPD/Grüne) wies darauf hin, dass man im Rahmen der anstehenden Straßenbaumaßnahmen im Bereich Oberaltenburg und Kloster gleich die Vorbereitungen für eine solche Treppenanlage treffen sollte, um die Straße an der betreffenden Stelle später nicht noch einmal anfassen zu müssen, was zusätzliche Kosten verursachen würde. (mz)