„Circus Probst“ gastiert in Merseburg

„Circus Probst“ gastiert in Merseburg: Tierische Zeitreise durch die Geschichte

Merseburg - Der „Circus Probst“ gastiert in Merseburg und erinnert mit seinem Programm an 250 Jahre Zirkusgeschichte.

Von Julia Gerber

Die Begeisterung für den Zirkus war schon immer riesig. Auf alten Fotos sieht man drängende Menschenmassen, die versuchen, einen Platz für die nächste Vorstellung zu ergattern. Mit seinem diesjährigen Programm nimmt der „Circus Probst“ seine Besucher mit auf eine Zeitreise durch die Geschichte des Zirkus.

Alles begann vor 250 Jahren in England mit einer Reitschule, erklärt Mathijs te Kiefte, Pressesprecher des „Circus Probst“. Nach und nach entwickelte sich daraus der Zirkus, wie wir ihn heute kennen. Tiere sind seit jeher ein zentrales Element der Zirkusvorstellungen.

„Circus Probst“ verfügt über 60 Tiere

Der „Circus Probst“ verfügt über 60 Tiere - angefangen von Pferden und Ziegen bis hin zu echten Exoten wie Emus oder Zebras. Sogar ein seltener Zebroid, eine Kreuzung aus Pferd und Zebra, ist bei Probst beheimatet. Auf die nach eigenen Angaben vorbildliche und tiergerechte Haltung ist die Direktionsfamilie ganz besonders stolz.

„Mit Hingabe und Leidenschaft kümmert sich der Zirkus um seine Tiere“, betont Mathijs te Kiefte. Der Zirkusfamilie liegt es am Herzen, transparent zu arbeiten und angesichts der immer wieder laut werdenden Kritik an der Tierhaltung in Zirkussen mit gutem Beispiel voranzugehen. Mathijs te Kieft zeigt bei einem Besuch die Innen- und Außengehege und erklärt, dass die Tiere in einem gesundheitlich sehr guten Zustand sind und 40 mal im Jahr an den verschiedenen Standorten von Amtstierärzten untersucht werden.

Tiertrainer Tom Dieck Jr. ist mit Circus Probst unterwegs

Diese Saison ist der Tiertrainer Tom Dieck Jr. mit dem Circus Probst unterwegs. Er ist dafür bekannt, eine der besten Raubtiergruppen der Welt mit Tigern, Ligern und weißen Löwen zu trainieren. Nach seinen Angaben ist Vertrauen die Basis der Zusammenarbeit zwischen Mensch und Tier. Sein zentrales Anliegen ist es, die Schönheit der gefährlichen Tiere in den Mittelpunkt seines Programms zu stellen - und über sie zu informieren.

Immer häufiger erleben die Zirkusleute Kinder, die einige Tiere noch nie gesehen haben, berichtet Mathijs te Kiefte erstaunt. Außer in den einzelnen Vorstellungen in Merseburg zwischen dem 31. Mai und 3. Juni kann man die Tiere auch täglich von 10 bis 18 Uhr im „großen rollenden Zoo“ erkunden.

Aber der Zirkus hat neben seinen Tieren noch viel mehr zu bieten. Auch internationale Artisten am Trapez, humorvolle Ausnahmekünstler, Akrobaten und Jongleure gibt es zu bestaunen. Für die nötige Stimmung sorgt ein Orchester.

››Vorstellungen finden Donnerstag, 17 Uhr, Freitag und Samstag, 16 und 19.30 Uhr, und Sonntag, 11 und 16 Uhr, statt. (mz)