„Besondere ingenieurtechnische Meisterleistung“

Landesregierung schlägt Schiffshebewerk Magdeburg-Rothensee als Weltkulturerbe vor

Das Schiffshebewerk Magdeburg-Rothensee soll Weltkulturerbe werden.
Das Schiffshebewerk Magdeburg-Rothensee soll Weltkulturerbe werden. (Foto: Klaus-Dietmar Gabbert/dpa)

Magdeburg - Das Schiffshebewerk in Magdeburg-Rothensee wird von der Landesregierung Sachsen-Anhalts als Unesco-Weltkulturerbe vorgeschlagen. „Das Hebewerk Rothensee ist für die Magdeburger mit ihrer großen Tradition als Industriestadt ein Ausdruck von Stolz und Können dieser Region“ sagte Kulturminister Rainer Robra (CDU) am Dienstag während eines Pressetermins beim Schiffshebewerk. Das 1938 in Dienst gestellte Bauwerk sei eine besondere ingenieurtechnische Meisterleistung.

Schiffshebewerk Magdeburg-Rothensee soll Weltkulturerbe werden

Jedes Bundesland kann zwei Vorschläge für die Aufnahme als Unesco-Weltkulturerbe einreichen. Eine entsprechende Liste wird aktuell von der Kultusministerkonferenz erarbeitet. Die gesammelten Vorschläge aller Bundesländer werden anschließend hinsichtlich ihrer Erfolgssausichten von einer Expertenkommission geprüft. Sachsen-Anhalts zweiter Vorschlag ist der Pretziener Wehr.

Magdeburgs Oberbürgermeister Lutz Trümper (SPD) sagte: „Das Schiffshebewerk Magdeburg-Rothensee ist nicht nur ein herausragendes Zeugnis der Ingenieurbaukunst, sondern auch beispielhaft dafür, wie viel Bürgerinnen und Bürger bewegen können.“ Schließlich sei es ihrem Engagement zu verdanken, dass dieses in den 1920er Jahren entworfene, historische Wahrzeichen der Landeshauptstadt nach jahrelangem Stillstand 2013 wieder in Betrieb genommen werden konnte.

Bereits fünf Weltkulturerbestätten in Sachsen-Anhalt

Sachsen-Anhalt verfügt aktuell über fünf Weltkulturerbestätten der Unesco: das Bauhaus, die Welterbestadt Quedlinburg, die Luthergedenkstätten, das Gartenreich Dessau-Wörlitz und den Naumburger Dom. Um Welterbe zu werden, muss ein Denkmal nach der Welterbekonvention der Unesco einen „außergewöhnlichen universellen Wert“ aufweisen. Dieser könne zum Beispiel in einem „bedeutenden Schnittpunkt für die Entwicklung der Architektur oder Technik“ liegen. (dpa)