Nach Hacker-Angriff

Zurück zur Normalität Anfang 2022? Computer des Landkreises Anhalt-Bitterfeld nach Cyberattacke „gesäubert“

Von Karl Ebert 05.10.2021, 09:58 • Aktualisiert: 05.10.2021, 11:08
Die Kreisverwaltung von Anhalt-Bitterfeld
Die Kreisverwaltung von Anhalt-Bitterfeld (Foto: picture alliance/dpa/dpa-Zentralbild)

Köthen/MZ - Die Cyberattacke vom Juli dieses Jahres wird die Landkreisverwaltung Anhalt-Bitterfeld noch bis Anfang nächsten Jahres beschäftigen. Zwar sind bei der Bewältigung der Folgen erste Fortschritte erzielt worden, „die volle und uneingeschränkte Einsatzbereitschaft aller Leistungen der Kreisverwaltung wird aber wohl erst wieder Anfang kommenden Jahres möglich sein - vorausgesetzt es gibt keine Komplikationen“, sagt Landkreissprecher Udo Pawelczyk.

Alle Computer der Kreisverwaltung - das sind an den drei Standorten in Köthen, Bitterfeld und Zerbst immerhin rund 1.000 Stück - wurden „gesäubert“ und mit den notwendigen Grundeinstellungen versehen. Eingesetzt werden können sie aber erst, wenn auch die entsprechenden Sicherheitssysteme nach den vorgeschriebenen BSI-Standards installiert sind. „Ein entsprechender Dienstleister dafür wurde beauftragt. Ein Auftakttermin mit dem Dienstleister findet an diesem Donnerstag statt“, sagt Pawelczyk.

Udo Pawelczyk, Sprecher Landkreisverwaltung Anhalt-Bitterfeld.
Udo Pawelczyk, Sprecher Landkreisverwaltung Anhalt-Bitterfeld.
(Foto: Landkreisverwaltung)

Eigene IT-Abteilung für Umsetzung der Sicherheitskonzepte und die Wiederherstellung der Arbeitsfähigkeit zuständig

Danach ist dann die eigene IT-Abteilung des Landkreises gefordert. Sie ist für die Umsetzung der Sicherheitskonzepte und die Wiederherstellung der Arbeitsfähigkeit der Fachabteilungen zuständig. Die Verantwortlichen beim Landkreis rechnen damit, dass das Ende Oktober bis Mitte November Schritt für Schritt geschieht.

„Parallel dazu sollen beginnend Mitte Oktober die einzelnen Fachverfahren in das neue Netz eingespielt werden. Dabei wird nach einer bereits festgelegten Prioritätenliste verfahren. Das bedeutet viel Kleinarbeit. Und dazu ist es unter Umständen notwendig, mit jedem einzelnen Anbieter der entsprechenden Software Kontakt aufzunehmen, Absprachen zu tätigen und Termine zu vereinbaren“, erklärt der Landkreissprecher. Bei der Vielzahl von rund 160 Fachverfahren ist das ein enormer Aufwand, der viel Zeit benötigt. Zu den etwa 30 Verfahren der Priorität I, die bis spätestens 20. November im neuen Netz bereitstehen sollen, gehören unter anderen Aufgaben des Sozialamtes, des Bereiches Kämmerei, des Denkmalschutzes und der Kassenautomaten.