In Köthen beerdigt Ein Jahr nach seinem Tod: Norman Ritters Leben zwischen Alkohol und Gewalt
Am 15. Januar 2025 starb Norman Ritter mit nur 40 Jahren. Seine Beerdigung fand unter Polizeischutz auf dem Köthener Friedhof statt. Jetzt jährt sich sein Tod. Ein Rückblick auf sein Leben voller Gewalt, Alkohol und rechter Gesinnung.
Köthen. – Norman Ritter gehörte zu den bekanntesten Mitgliedern der medial präsenten Familie Ritter aus Köthen. Mehr als drei Jahrzehnte hinweg wurde sein Leben in RTL "Stern TV"-Reportagen begleitet.
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Die Dokus thematisierten soziale Missstände, Kriminalität und gescheiterte Resozialisierungsversuche. Norman Ritter: vom jungen Mann, der in schwierigen Verhältnissen auswuchs, bis zu seinem Tod am 15. Januar 2025 im Alter von nur 40 Jahren.
Norman Ritter: Frühe Jahre und erste Konflikte mit dem Gesetz
Norman Ritter wurde 1984 in Köthen, Sachsen-Anhalt, geboren. Er wuchs in schwierigen sozialen Verhältnissen auf, geprägt von Armut, Gewalt und rechtsextremen Ideologien.
Im Kindesalter bedrohte er mit seinen Brüdern eine Nachbarin, die aus Angst wenig später aus ihrer Wohnung auszog. Nach dem Angriff wurde er mit neun Jahren in einem Heim untergebracht.
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Sein damaliger Heimerzieher Michael Jagdmann erinnert sich an einen sehr lieben und netten jungen Norman Ritter. Probleme habe es nur gegeben, wenn der Junge ein Wochenende bei seiner Mutter Karin Ritter verbracht habe. Mit 13 Jahren kam er durch die Schließung des Jugendheims wieder in die Obhut seiner Mutter.
Während RTL-Dreharbeiten stand Norman Ritter bereits mit einem Bein im Gefängnis. Zum damaligen Zeitpunkt wartete er nur noch darauf, von der Polizei abgeholt zu werden. Weitere Aufenthalte in Gefängnissen sollten in den kommenden Jahren folgen.
Norman Ritter verbrachte viele Jahre im Gefängnis
2018 machte Norman Ritter erneut Schlagzeilen. Gemeinsam mit seinem Bruder Christopher und seiner Nichte Jasmin-Patrizia war er an einem brutalen Überfall auf einen Obdachlosen beteiligt. Die Täter misshandelten ihr Opfer schwer.
Dieser Vorfall führte dazu, dass Norman Ritter im September 2019 zu einer Haftstrafe von 22 Monaten verurteilt wurde. Wegen weiterer Delikte wurde er bereits im Juli 2019 zu einer Freiheitsstrafe von vier Jahren verurteilt.
2023 wurde er nach fünf Jahren Haft aus der Vollzugsanstalt Burg entlassen. Nach "Stern TV"-Angaben wollte Norman nach seiner Entlassung mit dem exzessiven Alkoholkonsum aufhören. Gegen seine Sucht kam er bis zum Schluss nicht an.
Gesundheitlicher Verfall und Tod im Januar 2025
Aufgrund seines jahrelangen Alkoholkonsums diagnostizierten Ärzte bereits 2017 bei ihm eine Leberzirrhose. Es schien fast so, als habe er seine Erkrankung nicht ernst genommen, denn nach seiner Diagnose trank er weiter, fing schon morgens damit an.
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Seine Tabletten, die ihm vom Pflegedienst gebracht wurden, schluckte er mit Bier herunter. Mit dem Alkohol wollte er laut eigener Aussage seine Schmerzen im Knie bekämpfen.
Neben seiner Leberzirrhose kam im November 2023 eine Herzschwäche hinzu. Wie aus der "Stern TV"-Sonderfolge zu Norman Ritters Tod hervorgeht, verweigerte er ärztliche Behandlungen und starb am 15. Januar 2025 im Klinikum Köthen.
Norman Ritter: Beerdigung in Köthen unter Polizeischutz
Seine Beerdigung fand am 10. Februar auf dem Friedhof in Köthen statt. Schon am frühen Morgen seien Einsatzkräfte der Polizei vor Ort gewesen.
Rund 30 Trauergäste versammelten sich und nahmen Abschied von Norman Ritter – darunter auch seine Brüder Christopher und René.
