Neuer Betreiber für Test-Zentrum

Corona-Test gibt's in Köthen nun an sechs Tagen pro Woche

Die Mitarbeiter der Stadtverwaltung Köthen werden in ihrem Zentrum abgelöst. Ein externer Betreiber sichert den Betrieb in der Springstraße.

Von Karl Ebert
Das Corona-Testzentrum hat einen neuen Betreiber. Oberbürgermeister Bernd Hauschild (l.) und CDU-Bundestagskandidat Frank Wyszkowski (r.) begrüßen den Repräsentanten des Firmenverbundes Christian Bahn (2.v.l.) und den Testverantwortlichen Daniel Schmidt. (Foto: Karl Ebert)

Köthen - Jürgen Pangsy kam aus dem Corona-Testzentrum in der Köthener Springstraße und sah Oberbürgermeister Bernd Hauschild auf dem Hof der Einrichtung stehen. Und weil er ihn zumindest vom Ansehen her kannte, lief der 69-Jährige spontan auf die Gruppe von Männern um den OB zu und bedankte sich ganz spontan dafür, dass es mit seinem Corona-Test so unkompliziert geklappt hatte. Alle, die sich angesprochen fühlten, bedankten sich ihrerseits bei dem Köthener.

Die Angesprochenen waren neben Hauschild der CDU-Bundestagskandidat Frank Wyszkowski und Christian Bahn, der Repräsentant des Firmenverbundes von Medical 19, Medidrive und Noscuro, die das Köthener Corona-Testzentrum in der Springstraße 5 in den nächsten Wochen und vielleicht sogar Monaten betreiben werden.

Montag bis Freitag von 9 bis 18 Uhr und am Sonnabend von 9 bis 16 Uhr ist das Test-Zentrum geöffnet

„Als wir heute Morgen hier angekommen sind, wartete bereits eine Unmenge von testwilligen Bürgern auf uns“, erzählte der Dessauer Bahn von seinen ersten Eindrücken. Im Laufe des Tages nahm sein Team mehr als 100 Köthenern den Schnelltest ab. Keiner davon fiel bis zum frühen Nachmittag positiv aus.

Montag bis Freitag von 9 bis 18 Uhr und am Sonnabend von 9 bis 16 Uhr wird das Zentrum, das zuvor an zwei Tagen in der Woche von Mitarbeitern der Köthener Stadtverwaltung betrieben worden war, künftig geöffnet haben. „Wir werden die Frequenzen in den Öffnungszeiten einige Zeit genau beobachten und dann nachjustieren“, sagt Bahn und meint damit vor allem den Sonnabend.

Auch die Innenausstattung des Test-Zentrums wird noch einmal verbessert

Die ersten Maßnahmen im Vergleich zur bisherigen Arbeit des Testzentrums griffen sofort. Der Zugang erfolgt weiterhin über den Hof, aber jene Tür, aus der bislang die Ergebnisse ausgereicht wurden. Raus geht es wieder über den Hof. Die Schiebetür zur Springstraße wurde geschlossen.

„Mit diesem Durchlauf können ältere Bürger, die nicht mehr so gut auf den Beinen sind, auch mal ein paar Minuten in der Wartezone sitzen und müssen beispielsweise bei schlechtem Wetter nicht auf dem Hof stehen“, erklärt Christian Bahn. Auch die Innenausstattung des Zentrums wird durch den Einbau eines Raumluftfilters und das Anbringen von Desinfektionsklebeband aus Kupfer an allen Kontaktflächen wie Tür- und Fenstergriffen noch verbessert.

„Es gibt ja schließlich auch Besucher, die eine Einrichtung unserer Stadt besuchen wollen und dafür einen negativen Schnelltest benötigen“

„Neu ist auch, dass das Testzentrum nicht nur Köthenern und Bürgern aus Anhalt-Bitterfeld offen steht, sondern auch Besuchern von außerhalb“, ergänzt OB Hauschild. „Es gibt ja schließlich auch Besucher, die eine Einrichtung unserer Stadt besuchen wollen und dafür einen negativen Schnelltest benötigen.“ Und Wyszkowski ist sich sicher, „dass die Kultur und die Außengastronomie bald wieder öffnen werden und dann alle froh sind, wenn so eine Testmöglichkeit in der Innenstadt um die Ecke besteht“.

Wer sich also im Internet unter www.schnelltest-deutschland.de anmeldet, bekommt seinen Termin und wird fast auf die Minute getestet. Ältere Bürger, die mit dem Internet nicht so ganz vertraut sind, können auch ohne Anmeldung vorbeikommen. „Sie sollten allerdings weitgehend die Vormittagsstunden nutzen“, bittet Christian Bahn, dessen Firmenverbund auch Testzentren in München und dem dortigen Umland sowie in Dessau und bald auch in Bitterfeld betreibt. (mz)