Nach rund vier Wochen

Bundeswehr beendet Amtshilfe nach Cyber-Angriff in Anhalt-Bitterfeld

Aktualisiert: 27.08.2021, 14:31
Ein Soldat aus dem Organisationsbereich Cyber-und Informationsraum weist Mitarbeiterinnen der Verwaltung in neuen Arbeitsplatzrechner ein
Ein Soldat aus dem Organisationsbereich Cyber-und Informationsraum weist Mitarbeiterinnen der Verwaltung in neuen Arbeitsplatzrechner ein (Foto: Bundeswehr/Zörner )

Köthen/DPA - Die Bundeswehr hat ihre Amtshilfe im Landkreis Anhalt-Bitterfeld nach einer Cyber-Attacke eingestellt. Für rund vier Wochen waren mehrere Soldaten des Organisationsbereiches Cyber- und Informationsraum zur Unterstützung des Katastrophenschutzstabes eingesetzt worden, erklärte die Pressestelle des Landeskommando Sachsen-Anhalt am Freitag. Sie sollten unter anderem die IT-Sicherheit der Kreisverwaltung wiederherstellen. „Die Bundeswehr hat uns in einer schwierigen Situation schnell und unkompliziert geholfen. Das ist nicht selbstverständlich“, sagte Landrat Andy Grabner (CDU).

Im Juli war der Kreis von einem Cyberangriff getroffen worden. Mehrere Server des Landkreises waren mit sogenannter Ransomware infiziert worden, bei der Daten verschlüsselt werden. Nach einer Geldzahlung sollten die Daten wieder freigegeben werden. Der Landkreis konnte daraufhin etliche Dienstleistungen nicht mehr erbringen und rief den Katastrophenfall aus. Dieser gilt laut Kreisverwaltung bis heute.