Ausstellung im Kunstzuckerhut

Gedenken an verstorbene Künstlerin Maritta Franck

Kunstzuckerhut in Hettstedt: Familie und Freunde organisieren eine Ausstellung der verstorbenen Künstlerin, Maritta Franck, aus Mansfeld. Die Einnahmen werden an den Förderverein gespendet.

Hettstedt

„Maritta hätte das hier sicher sehr gefallen“, sagt Beate Schneider und schaut sich im Kunstzuckerhut in Hettstedt um. Dort befindet sich derzeit eine neue Ausstellung. Die Bilder aus Acryl und Kreide hat Maritta Franck gefertigt. Nachdem die Mansfelderin im vergangenen Jahr nach schwerer Krankheit verstarb, haben es sich Familie und Freunde - federführend durch die Cousine Beate Schneider - zur Aufgabe gemacht, eine Ausstellung zu organisieren. „Viele Menschen kannten und schätzten sie als engagierte Lehrerin. Aber nur wenige kennen ihre kleine, schöne Geschichte von den Farben“, sagt Schneider.

Maritta Franck habe schon immer eine künstlerische Ader gehabt. Sie ging gern ins Theater und genoss es sogar, selbst Theater zu spielen. „Aber erst mit Ende 50 entdeckte sie die Malerei als Quelle von Ruhe und Lebenskraft für sich“, erzählt Schneider. 2014 lernte Maritta Franck dann den Malzirkel von Michaela Horlbog in Helbra kennen. Im Atelier fertigte sie Landschaftsmotive, Akte oder abstrakte Motive an und schulte so ihr Können mit verschiedenen Acryl- und Kreidetechniken. Bis 2019 malte die Mansfelder Künstlerin noch aktiv, bevor die Krankheit dann ihren Tribut forderte. Ihren Lebensmut und ihre Freude an den Farben habe Maritta Franck aber nie verloren, sagt Schneider.

Spenden für den Förderverein

Freude habe sie aber auch daran gehabt, anderen zu helfen und sich zu engagieren. Maritta Franck, die als Lehrerin für Mathematik und Physik am Humboldt-Gymnasium in Hettstedt unterrichtete, war seit Gründung des Fördervereins des Gymnasiums im Jahr 1994 Mitglied. „Sie hat immer an vorderster Front die Arbeit des Fördervereins unterstützt und gelenkt“, berichtet Schneider. Deswegen werden während der Ausstellung Spenden gesammelt, die dem Verein zugutekommen sollen. Die 26 Bilder selbst seien an Freunde, Bekannte und Verwandte der verstorbenen Künstlerin verkauft und spielen somit ebenfalls ein paar Euro in die Spendenkasse. Bis 8. Mai sind die Bilder im Kunstzuckerhut noch zu sehen. Wie Vorsitzender Andreas Lieding sagt, haben sich bereits über 60 Gäste die Ausstellung angesehen. Das freut vor allem Beate Schneider: „Die schönen Bilder hat Maritta ihrer Familie hinterlassen. Mein Anliegen, hier eine Ausstellung zu gestalten, ist mit Hilfe unserer Familie sowie Marittas Freundinnen Beate und Tanja, Frau Horlbog und Herrn Lieding gelungen.“

Bevor die Werke am Ende in Privatbesitz wandern, machen sie aber erneut einen Abstecher nach Mansfeld und werden dort in der Stadtinformation ausgestellt, erzählt Schneider. Bürgermeister Andreas Koch (Freie Bürger Mitteldeutschland), der die Künstlerin ebenfalls persönlich kannte, plane, die Stadtinformation künstlerisch zu beleben. „Dadurch ist die Idee entstanden, ein paar Bilder von Maritta zu zeigen“, sagt Schneider.

›› Der Kunstzuckerhut ist dienstags bis samstags von 10 bis 16 Uhr geöffnet. Besuche sind nach telefonischer Anmeldung unter 03476/20 16 48 möglich. (mz/Tina Edler)