Freude in Walbeck

Die neue Matschküche: Pädagogisch wertvoller Spaß für die Knirpse

Von Tina Edler
Die Kita „Walbecker Knirpse“ hat nun eine große Matschküche für alle Kinder. (Foto: Tina Edler)

Walbeck

Genüsslich lassen die Kinder den Schlamm von einer Schüssel in die nächste tropfen, formen Häufchen und vermengen den Sand erneut mit Wasser. „Ich habe auch zu Hause eine Matschküche. Das macht richtig Spaß“, sagt die sechsjährige Alina, während sie mit ihren Freunden Nils und Sophia ein „Essen“ auf den roten Plastiktellern zusammenmatscht. In der Kindertagesstätte "Walbecker Knirpse" kommen jetzt alle Kleinen in den Genuss, die Konsistenzen von Wasser und Sand auszutesten: Es gibt eine eigene Matschküche.

Matschküche für die Kita: „Die soziale Kompetenz wird dadurch gefördert“

„Wir wollten den Kindern etwas Besonderes anbieten. Und etwas, was wir als Kinder selbst gerne gespielt haben“, sagt Kita-Leiterin Doreen Müller, die in Eigenregie mit ihrem Mann das knapp drei mal drei Meter große Holzgebilde gebaut hat. „Na ja, mein Mann hat es gebaut. Ich war dabei“, sagt sie und lacht. Das Geld für Material und Holz hat der Förderverein der Kita beigesteuert. Töpfe, Teller, Schüsseln, Besteck und eine alte Holzkabeltrommel als Tisch haben die Erzieherinnen aus dem eigenen Fundus zusammengetragen.

Gebaut wurde die Matschküche bereits im vergangenen Jahr, doch coronabedingt und aufgrund der Sanierung musste die Übergabe bis jetzt warten, erklärt Müller. Dabei wird bei der schmutzigen Einweihung schnell das deutlich, was die Kita-Erzieher mit dem neuen Spielzeug eigentlich bezwecken: Egal ob Groß oder Klein - alle spielen miteinander und haben sichtlich Spaß. „Die soziale Kompetenz wird dadurch gefördert“, sagt Müller. Außerdem werde durch die unterschiedlichen Materialien auch die Sinneswahrnehmung der Kinder geschärft, ergänzt die Leiterin.

Alina, Nils und Sophia (v.li.) testen die neue Matschküche.
(Foto: Tina Edler)

Umfangreiche Sanierung in der Walbecker Kindertagesstätte

Bei der Sanierung der Kita im vergangenen Jahr wurde bereits der Grundstein für die neue Spielecke gelegt. Der Weg und die Stellfläche wurden dafür neu gepflastert und ein Wasserhahn samt Außenwaschbecken ist am Zaun direkt nebenan installiert worden. „Damit die Kinder das selbstständig nutzen können und jederzeit mit der Matschküche spielen können“, erklärt Müller. Dabei ist diese nicht die einzige Neuerung im Außengelände.

Im Eingangsbereich begrüßt ein mannshohes und etwa vier Meter im Durchmesser großes Iglu aus Weiden die Kinder. An einer anderen Ecke des Grundstücks wachsen Buchsbäume, gepflanzt in Form eines kleinen Labyrinths, heran. „Unsere Kita ist sehr naturverbunden. Die Kinder sollen ihre Erfahrungen mit und in der Natur machen“, sagt Müller. Deswegen gehen die Erzieher - wenn es die Umstände zulassen - auch in den nahegelegen Tierpark in Walbeck oder es wird ein Ausflug zum Planteurhaus gemacht.

Was jetzt noch fehle, seien ein paar Wipptiere und ein neues Spielhaus im Garten. „Aber nach und nach. Es hat sich in den letzten Jahren ja schon viel getan bei uns“, sagt die Leiterin. Die Sanierung war mit rund 380.000 Euro wohl der größte Posten. Das Haus bekam ein neues Dach, eine neue Heizungsanlage, eine Hausnotrufanlage und eine Stahltreppe an der Außenseite als zweiten Flucht- und Rettungsweg. In der oberen Etage der Einrichtung wurden außerdem die Räume neu gestrichen. 205.000 Euro sind in Form von Fördermitteln aus dem Bundesprogramm Kinderbetreuungsfinanzierung in die Sanierung geflossen. (mz)