Erst 2023 bezugsfertig

Warum sich Sanierung der Dürer-Schule um zwei Jahre verzögert

Von Denny Kleindienst
Blick auf die Baustelle der Albrecht-Dürer Grundschule in Halle.
Blick auf die Baustelle der Albrecht-Dürer Grundschule in Halle. (Foto: Silvio Kison)

Halle (Saale)/MZ - Die Grundschule „Albrecht Dürer“ in der gleichnamigen Straße im Paulusviertel wird noch länger als geplant eine Baustelle bleiben. Derzeit werden die Kinder in einem Ausweichobjekt in der Dölauer Straße unterrichtet, ein Ersatzverkehr dorthin mit dem Schulbus wurde eingerichtet. Die Rückkehr ins sanierte Gebäude war ursprünglich in diesem Jahr geplant und zuletzt laut Schulleiterin Jacqueline Sdralek-Wildt im Frühjahr 2022. Inzwischen wird im Sommer 2023 mit einem Abschluss der Sanierungsarbeiten gerechnet, wie die Stadt mitteilt.

Die Stadt führt gleich eine Reihe von Gründen für die Verzögerung an. So habe der Rohbau insgesamt dreimal ausgeschrieben werden müssen, da sich angesichts der starken Auslastung im Baugewerbe keine Firmen beworben hatten. Somit stockten die Bauarbeiten gleich zu Beginn. „Da es sich dabei um ein Schlüsselgewerk handelt, auf dessen Vorarbeiten zahlreiche weitere angewiesen sind, haben sich die Arbeiten dadurch um mindestens sechs Monate verzögert“, teilt die Stadt mit. Weiterhin habe die mit dem Abbruch beauftragte Firma während der Arbeiten Insolvenz angemeldet, so dass eine neue Firma gefunden werden musste. „Dadurch hat sich ein Zeitverzug von mindestens drei Monaten ergeben.“

„Wir machen der Stadt keine Vorwürfe“

Weil Bestandsunterlagen fehlten, mussten laut Auskunft der Stadt zudem zahlreiche Umplanungen im Zuge des Abrisses durchgeführt werden. Außerdem musste noch eine neue Firma für die Objektplanung engagiert werden, da das zuerst dafür beauftragte Büro Personalengpässe hatte. „ Auch dies hatte Verzögerungen zur Folge.“ Schließlich hätten sich noch die Corona-Pandemie und Lieferengpässe beim Baumaterial auf die Bauarbeiten ausgewirkt.

Die Grundschule kann indes das Ausweichobjekt bis Abschluss der Bauarbeiten nutzen. „Wir machen der Stadt keine Vorwürfe“, sagt die Schulleiterin. Man arbeite eng zusammen. Weil das Ausweichgebäude ein „relativ kleines Objekt ist, muss man sich arrangieren“. So fand die Einschulungsfeier in der Pauluskirche statt. Derzeit, so die Schulleiterin, hapere es noch an der Internetleitung.