Steintor Varieté in voller Schönheit

Steintor Varieté Halle in voller Schönheit: Historisches Gebäude nun fit für die Zukunft

Halle (Saale) - Nach Um- und Neubau ist das historische Gebäude nun fit für die Zukunft. Am Samstag können die Hallenser in aller Ruhe durch das Haus schlendern.

Von Katja Pausch 21.06.2018, 10:30

Mit einem ganz geschickten Schachzug haben Steintor-Chef Rudenz Schramm und Sascha Sachse, Konzertmanager von Känguruh Production, für eine Riesenüberraschung bei ihren Gästen gesorgt. Denn man hätte ja annehmen können, dass die Bauherren, die die endgültige Fertigstellung des Steintor-Varietés am Mittwochnachmittag feierlich begehen wollten, zur offiziellen Eröffnung ins funkelnagelneue Foyer bitten. Aber weit gefehlt: Zunächst geht es für die zahlreichen geladenen Gäste erst einmal in den mit runden Tischen bestückten Saal.

Gekommen ist - neben Promis aus Landes- und Lokalpolitik, aus Kultur und Wirtschaft - auch Staatssekretär Sebastian Putz, der zwar kein Hallenser ist, aber „schöne Erinnerungen“ an das gute alte Steintor hat. An den Medi-Fasching zum Beispiel. Die behutsame, stufenweise Sanierung des Hauses indes sei weit mehr als ein Facelifting der inzwischen über 120 Jahre alten Dame Steintor, meint Putz, der viele lobende Worte für das ehrgeizige, nun abgeschlossene Projekt findet.

Uwe Stäglin ist begeistert vom Steintor-Varieté

Und auch Halles Beigeordneter Uwe Stäglin ist begeistert vom „Steintor-Varieté, dem ältesten Varieté Deutschlands“, wie es in der Haltestellen-Durchsage der Havag an der Station „Am Steintor“ heißt. Er freue sich über die denkmalgeschützte Fassade und auch darüber, dass mit der neu geschaffenen Passage die Verbindung vom neuen Steintorplatz zum ebenfalls neu gestalteten Steintor-Campus gelungen sei.

„Halles neue Mitte soll brummen und leben“, so Stäglin, der hofft, dass sich noch weitere neue Läden und Geschäfte auf dem Areal ansiedeln mögen. Zu Wort kommt auch Wulf Brandstädter, ehemaliger Stadtarchitekt von Halle. „Die Sanierung des Varietés und des ganzen Areals ist ein Beispiel, wie es ablaufen muss“, sagt Brandstädter, der an diesem Projekt zwar nicht als Architekt - das ist Uwe Graul - beteiligt war, sondern als Anwohner positiv vermerkt, dass bei den umfangreichen Bauarbeiten auch mit den Hallensern kommuniziert wurde.

Tag der offenen Tür im Steintor Varieté in Halle

Insgesamt rund vier Millionen betragen die Kosten insgesamt für das Großprojekt, Fördermittel gab es aus dem Programm „Aktive Ort- und Stadtteilzentren“ der Städtebauförderung. Allein für das Foyer wurden 1,2 Millionen Euro investiert.

Das neue Foyer samt barrierefreier Besuchergarderoben, Sanitäranlagen und Aufzug, mit dem der dritte und letzte Bauabschnitt am Varieté nun beendet ist, bekommen die Gäste natürlich dann doch noch zu Gesicht - nach dem obligatorischen Banddurchschnitt, den Staatssekretär Putz übernehmen darf. Am Samstag können sich die Hallenser dann selbst ein Bild von „ihrem Steintor“ machen - beim Tag der offenen Tür von 10 bis 13 Uhr. (mz)