Pandemie

Nur noch geringe Nachfrage: Halle schließt Impfzentrum in der Pera-Straße

Die Stadt reagiert auf die veränderte Corona-Lage. Ab 15. Mai macht das Impfzentrum dicht, zudem werden Standorte für Schnelltests geschlossen.

Von Dirk Skrzypczak 21.04.2022, 13:03
Das Impfzentrum in der Heinrich-Pera-Straße ist ab 15. Mai zu.
Das Impfzentrum in der Heinrich-Pera-Straße ist ab 15. Mai zu. Foto: Silvio Kison

Halle (Saale)/MZ - Die Stadt Halle wird das Impfzentrum in der Heinrich-Pera-Straße vom 15. Mai bis 31. August schließen. Zudem läuft der Betrieb in den zusätzlich von der Stadt beauftragten Schnelltestzentren schon zum 30. April aus. „Neben der seit Wochen geringen Nachfrage an Corona-Impfungen ist es vor allem die taktische Erwägung, dass der Schwerpunkt der Impfungen am Beginn der sogenannten Erkältungssaison liegen muss, um einen insgesamt möglichst flachen Verlauf der Verbreitung zu erzielen. Über die Arztpraxen und die Angebote der Unterimpfzentren wird aber auch über den Sommer hinweg die Möglichkeit bestehen, sich impfen zu lassen“, sagte Tobias Teschner, Leiter des Pandemiestabs.

Die Impfzentren im Bergmannstrost und in der Burgstraße, die niedergelassene Ärzte unterstützten, sollen hingegen auch weiterhin Impfangebote unterbreiten. Amtsärztin Christine Gröger blickt voraus. „Spätestens ab Herbst werden nach den derzeitigen Ankündigungen auch an die neuen Varianten des Corona-Erregers angepasste Impfstoffe zur Verfügung stehen.“ Die Stadt werde die Sommermonate nutzen, um sich auf die Impfungen ab September vorzubereiten.

Das Impfzentrum soll dann einen neuen Standort bekommen, damit die Grundschule Glaucha ihre Schulturnhalle - das jetztige Impfzentrum - wieder nutzen kann. „Das Impfzentrum in der Heinrich-Pera-Straße hat für die Grundschule in den vergangenen 16 Monaten erhebliche Einschränkungen mit sich gebracht. Kinder, Eltern und Lehrkräfte haben im Wissen um die Wichtigkeit der Impfungen für die Pandemiebekämpfung den Standort in der Schulturnhalle mit viel Nachsicht und Geduld mitgetragen“, sagte Bürgermeister Egbert Geier (SPD). Dafür bedanke er sich.

Am Donnerstag meldete die Stadt 454 Neuinfektionen sowie eine Sieben-Tage-Inzidenz von 786,34 Fällen.