Nach Facebook-Post

Karamba Diaby (SPD) stellt Strafanzeige gegen „rassistische Kommentatoren“

Halle (Saale) - Karamba Diaby will Strafanzeige gegen einzelne „rassistische Kommentatoren“ stellen.

22.08.2017, 18:15

Tausende Facebook-Nutzer haben als Reaktion auf den Facebook-Eintrag des halleschen Bundestagsabgeordneten Karamba Diaby, ihre Solidarität bekundet. Inzwischen hat der Post fast eine Million Menschen erreicht. Diaby will Strafanzeige gegen einzelne „rassistische Kommentatoren“ stellen.

In einer Pressemitteilung ließ der Direktkandidat der SPD wissen:  „Ich bin überwältigt von den Solidaritätsbekundungen aus ganz Deutschland. Das bestärkt mich in meiner Arbeit für eine offene und solidarische Gesellschaft. Wir dürfen dieses Land nicht denen überlassen, die spalten wollen.  Sie begehen Raubbau an der Demokratie. Sie versuchen mit ihren rassistischen Kommentaren, Demokraten einzuschüchtern und mundtot zu machen. Ich habe deshalb entschieden, Strafanzeige gegen einzelne rassistische Kommentatoren zu stellen.“

Rassistische Beleidigungen gegen Karamba Diaby unter einem Facebook-Post der NPD

Die NPD hatte am Montag auf ihrer Facebook-Seite unter dem Post eines Wahlkampfbildes von Diaby geschrieben: „Deutsche“ Volksvertreter nach heutigem SPD-Verständnis.“ Unter dem Post wurden daraufhin weitere rassistische Beleidigungen geäußert, darunter auch Äußerungen wie „ein schwarzer Affe“, „Volksverräter“ und das „N-Wort“.

Unter Verwendung des Titels des 2017 erschienenen Dokumentarfilms von Paoul Pecks über den afroamerikanischen Schriftsteller, James Baldwin, hatte Diaby am Montag auf die rassistischen Kommentare auf seiner Facebook-Seite mit „I AM NOT YOUR NEGRO!” geantwortet.

Karamba Diaby: Ich werde mich nicht einschüchtern lassen

Diaby erklärte weiter: „Nicht die Hautfarbe und auch nicht die Herkunft entscheiden darüber, wer Bundestagsabgeordneter wird, sondern die Bürger dieses Landes, die mit überwältigender Mehrheit für eine offene und solidarische Gesellschaft einstehen. Ich werde mich nicht einschüchtern lassen und ich werde nicht aufgeben, mich für den Zusammenhalt unserer Gesellschaft einzusetzen!“ (mz)

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