Schwere Vorwürfe

Jalea Bennett: Lions-Spielerin vor Tanzbar Palette in Halle von Security geschlagen?

Halle (Saale) - Für Jalea Bennett, Spielerin der Halle Lions, soll vor dem Club Palette geschlagen worden sein. Der Clubbesitzer hat jedoch eine ganze andere Version der Nacht.

Von Janine Gürtler 24.09.2018, 12:18

Endete ein Diskobesuch in der „Palette“ für die SV Lions-Basketballerin Jalea Bennett im Krankenhaus? Diesen Vorwurf erhebt zumindest die Spielerin und ihr Verein gebenüber den Betreibern des halleschen Clubs. Wie der Verein in der Nacht zum Montag auf seiner Webseite mitteilte, soll der US-amerikanischen Spielerin in der zweiten Bundesliga zunächst der Eintritt in die Palette verwehrt worden sein, während ihre Teamkolleginnen kurz zuvor problemlos hereingekommen seien. Als sie sich daraufhin beschwerte, sei sie von einem Security-Mitarbeiter geschlagen worden.

Bennett erlitt nach Vereinsangaben blaue Schwellungen im Gesicht und musste im Krankenhaus behandelt werden. Die Polizei bestätigt, dass nach dem Vorfall vor der Palette eine Anzeige wegen Körperverletzung vorliegt.

Profi-Basketballerin vor Palette geschlagen?: Polizei ermittelt wegen Körperverletzung

Der Vorfall ereignete sich bereits in der Nacht auf den 1. zum 2. September - dass die „Lions“ erst jetzt damit an die Öffentlichkeit damit gehen, begründet der Verein damit, die Spielerinnen schützen zu wollen. Gespräche mit dem Clubbetreiber und der Sicherheitsfirma seien ergebnislos verlaufen.

In der Angelegenheit schwebt auch der Vorwurf Rassimus im Raum. So beginnt der Facebook-Eintrag mit den Worten „Nun also auch in Halle“ und endet mit dem Hashtag #wirsindmehr. Der Hashtag hatte sich nach rechten Ausschreitungen in Chemnitz etabliert, um ein Zeichen gegen Rechtsradikalismus und Fremdenfeindlichkeit zu setzen. 

Vor Club geschlagen?: Palette-Chef streitet Vorwürfe ab

Clubbesitzer Torsten Schreck bechreibt den Vorfall auf MZ-Nachfrage hingegen völlig anders: „Das stimmt so nicht, eine körperliche Auseinandersetzung hat es nie gegeben.“

So sei Bennett stark angetrunken gewesen und habe die Security bepöbelt, als diese sie wegen ihres Alkoholpegels nicht in den Club lassen wollten. Demnach soll sie auch mehrfach versucht haben, trotz voriger Absage durch den Einlass zu kommen.

Umstehende hätten sie daran hindern müssen, auf die Security loszugehen. Schreck bestätigt hingegen, dass es Gespräche mit der Trainerin und den Chef der Security gegeben habe, einig wurde man sich dabei aber offensichtlich nicht. „Wir können genauso gut mit einer Gegenanzeige wegen Verleudmung kommen“, droht Schreck an. (mz)