Neue Koordinierungsstelle „Nachtleben“

Halle prüft einen speziellen „Nachtbürgermeister“

Jugendliche sitzen am Abend vor dem Landesmuseum in Halle.
Jugendliche sitzen am Abend vor dem Landesmuseum in Halle. (Foto: Silvio Kison)

Halle (Saale)/MZ/Nay - Die Stadt hat am Freitag einen Schritt in Richtung eines ruhigeren Nachtlebens gemacht. So sieht es zumindest die Mehrheit der Stadträte, die im Kulturausschuss einem Prüfantrag zugestimmt hat, um die Möglichkeiten für einen städtischen Beauftragten für Nachtkultur auszuloten. Es geht darum, Lärmbelästigungen zu verhindern, denen Anwohner sich ausgesetzt sehen, die in der Nähe von typischen Party-Hotspots wohnen. In den nächsten Monaten soll die Verwaltung prüfen, ob eine neue Koordinierungsstelle „Nachtleben“ eingerichtet werden kann. Vertreter aus der Clubkultur, der Kreativszene, der Gastronomie und der Veranstaltungsbranche sollen unter anderem mit einbezogen werden.

„Streitschlichtung wird wirklich gebraucht, vor allem jetzt, wo das Kulturleben wieder startet“, sagte Dörte Jacobi (Die Partei), die den Vorschlag in den Rat eingebracht hatte. Häufig müsse das Ordnungsamt einschreiten, wenn Feiernde auf Straßen und öffentlichen Plätzen nach 22 Uhr zu laut seien, und die aktuellen Maßnahmen würden nicht ausreichen. Ein sogenannter „Nachtbürgermeister“ könne jedoch helfen.

Die neue Koordinierungsstelle soll nicht nur Streit schlichten, sondern auch Konzepte für ein sicheres Nachtleben erarbeiten und Schnittstelle zwischen Kultur, Verwaltung und Politik sein.