„Bolt“ startet jetzt in der Saalestadt

Halle bekommt neue, grüne E-Roller

Die MZ hat die neuen Scooter getestet und bewertet. Was überrascht hat.

Von Jay Becker
Volontär Jay Becker testet die neuen Roller in Halle.
Volontär Jay Becker testet die neuen Roller in Halle. Foto: Silvio Kison

Halle (Saale) - Giftgrün, schnell und wendig. Das sind die neuen „Bolt“-Roller, die seit neuesten in Halle stehen. Die Flotte der Firma aus Estland ist nun neben der Marke „Tier“ der zweite Anbieter für E-Roller in der Stadt. Insgesamt ist die Marke nun in neun deutschen Städten an den Start gegangen. Neben Metropolen wie Hamburg und Berlin stehen auch in Fürth und Halle die neuen Roller auf der Straße. „Bolt“ gibt es bereits seit 2013. In Europa stehen die Roller bereits in 70 verschiedenen Städten.

Fahrtest der neuen, grünen E-Roller in Halle

Die MZ hat die neuen Scooter getestet. Die „Bolt“-Roller fühlen sich bei der Fahrt sogar schneller an als die vom Konkurrenten „Tier“. Die Spitzengeschwindigkeit bei der Fahrt lag sogar bei 21 Stundenkilometern. Eine Besonderheit: Wenn der „Bolt“-Roller abgestellt wird, müssen die Kunden in der App mit einem Foto dokumentieren, wo und vor allem wie sie den Roller abstellen.

Wenn er für andere im Weg steht oder gar eine Gefahr darstellen würde, lässt sich das Mietverhältnis nicht beenden. Auch der Preis ist bei „Bolt“ bemerkenswert. Ganze fünf Cent zahlen die Kunden pro Minute. So niedrige Preise gibt es bisher nicht auf dem Markt. Zudem besteht die Möglichkeit, Roller zu reservieren. Auch eine Entsperrungsgebühr wird nicht erhoben.

Betreiber von E-Tretrollern sollen eine kostenpflichtige Sondernutzungserlaubnis beantragen

Das Ziel der Esten ist es, zum größten E-Scooter-Anbieter zu werden. Besonders stolz ist das Unternehmen auf seinen „Bolt-4-Roller“. Der ist vollständig recycelbar, und der austauschbare Akku hat kaum Gewicht. In Halle hat der neue Anbieter nun die CDU auf den Plan gerufen. Die Stadtratsfraktion hat einen Antrag eingereicht, in dem zwar grundsätzlich der „Wettbewerb“ auf Halles Straßen begrüßt wird, aber die Verwaltung solle mehr regulieren.

Die CDU will, dass die Stadtverwaltung prüft, ob Betreiber von E-Tretrollern eine kostenpflichtige Sondernutzungserlaubnis beantragen müssten, um künftig ihre Roller aufstellen zu dürfen. Damit solle möglicherweise nur noch ein Anbieter in der Stadt zugelassen werden. Der Antrag soll zunächst im Ausschuss für Klimaschutz, Umwelt und Ordnung diskutiert werden, bevor im Juli das Stadtratsplenum darüber abstimmt. (mz)