Hallenser findet neue Herausforderung Andreas Wank beendet Karriere: Skispringer aus Halle wird Trainer

Titisee-Neustadt - Einmal noch wird sich Andreas Wank mit den besten Skispringern der Welt messen, und dann ist Schluss. Der in Halle geborene und in Domnitz im Saalekreis groß gewordene Olympiasieger gab am Donnerstag über Facebook bekannt, dass nach dem Sommer-Grand-Prix am 27. Juli in Hinterzarten definitiv Schluss ist.
„Dieser Schritt ist mir schwer gefallen, weil ich die nächsten Olympischen Spiele in Angriff nehmen wollte“, schrieb der 31-Jährige. Doch die Teilnahme an dem Höhepunkt 2022 in Peking - es wären seine dritten Spiele - scheint nicht umsetzbar. Zu der Erkenntnis war Wank „nach reiflicher Überlegung und vielen Gesprächen mit den Verantwortlichen im DSV“ gekommen.
Andreas Wank war zuletzt nicht mehr konkurrenzfähig
Die Erfolge waren zuletzt ausgeblieben, die Konkurrenz im eigenen Land ist einfach zu groß. Nach Olympiasilber 2010 in Vancouver und Gold mit dem deutschen Team 2014 in Sotschi hatte es Wank 2018 nicht mehr ins deutsche Olympia-Aufgebot geschafft. In den vergangenen beiden Saisons gehörte er nicht mal mehr zur deutschen Stammbesetzung im Weltcup, seinen letzten Weltcup-Einsatz hatte Wank im März 2018 in Planica.
„Es war immer mein Ziel, Erfolg zu haben und Medaillen zu gewinnen, das wird auch so bleiben, nur dass ich den Wunsch nun als Trainer verfolge“, teilte Wank mit. Da der Sportsoldat eine Ausbildung an der DSV-Trainerschule absolviert hat, wird er künftig das Trainerteam um den neuen Chefcoach Stefan Horngacher unterstützen. Der hatte den Hallenser viele Jahre in seiner Wahlheimat im Schwarzwald am Stützpunkt betreut. (mz/sid)