Wirtschaft

Teams wachsen in der Dübener Heide zusammen

Axel Mitzka erklärt Unternehmern, welche Form von Teambuilding in der Dübener Heide möglich ist. Wie Naturschutz und Mittelstand zusammenpassen.

Von Dietmar Bebber
Der Verein Dübener Heide stellte beim Wirtschaftsstammtisch seine Arbeit vor.
Der Verein Dübener Heide stellte beim Wirtschaftsstammtisch seine Arbeit vor. (Foto: Thomas Klitzsch)

Tornau - Wiederbelebt hat die Mittelstands- und Wirtschaftsunion des CDU/CSU-Kreisverbandes Wittenberg am Mittwoch die Tradition des Unternehmerstammtisches. Denn das regelmäßige Treffen immer am dritten Mittwoch eines Monats war über einen langen Zeitraum coronabedingt unterbrochen.

Nun trafen sich die Mitglieder des Stammtisches, der übrigens für alle Interessenten offen ist, in der Heimatstube des Galerie-Cafés im Heidedorf Tornau. Sie begrüßten Axel Mitzka, den Vorsitzendenden des Vereins „Dübener Heide“.

Nützliche Konstellation

Das Thema, was eigentlich schon für den März 2020 auserkoren war, konnte damit nun endlich „abgearbeitet“ werden. Dabei ging es tatsächlich ums Arbeiten, aber das in einer besonders nützlichen Konstellation.

Zum besseren Verständnis für alle Gäste berichtet Mitzka erst einmal über die Arbeit des Vereins, der auf eine wichtige Besonderheit verweisen kann. Bei dem Verein Dübener Heide handelt es sich nämlich um einen Bürgerverein, der auch als Träger des länderübergreifenden Naturparks fungiert. Dieser Umstand ist einzigartig.

Den Verein gibt es schon seit September 1930, er wurde in seiner jetzigen Form im März 1990 wiedergegründet. Der vom Verein verwaltete Naturpark Dübener Heide umfasst Flächen in drei Landkreisen und zwei Bundesländern, vereint in der „Heimat Dübener Heide“. Neben den „normalen“ Arbeiten der Hege und Pflege bietet der Verein etwas Besonderes an.

Hinlänglich bekannt dürften solche Themen wie „Maßnahmen zum Teambuilding für Mitarbeiter“ sein. Es wird für eine Gruppe ein Event, bei dem Koordination und Kommunikation gefördert werden, organisiert. So soll die Zusammenarbeit im Handumdrehen gestärkt werden. Die Auswahl der gemeinsamen Events dafür ist groß. Es könnten gemeinsames Kochen, Wanderungen oder Extremtouren und ähnliches sein.

Unter dem Motto „Vom Büro in die Heide“ bietet der Verein Dübener Heide - das Thema Teambuilding aufgreifend - selbst seit einiger Zeit Maßnahmen der besonderen Art an. Hierbei werde, ganz einfach ausgedrückt, etwas in der Natur für die Natur gemacht. „Wir gehen zum Beispiel mit Managern aus den Firmen der Umgebung auf die Wiesen und pflegen diese“, schildert Mitzka diese Art von Maßnahmen.

Dabei habe er beobachtet, dass für Menschen, die den ganzen Tag am Rechner sitzen, die Betätigung in der Natur eine regelrechte Befreiung sein kann. Das wiederum belegt auch eindeutig, Naturschutz und Mittelstand passen zusammen. Dadurch wachse auch die Verbundenheit der Menschen zur Natur und sie würden plötzlich ein ganz anderes Verständnis dafür gewinnen. Natürlich kosten solche Events oder auch Maßnahmen genannt auch entsprechende Gebühren.

Auch für kleinere Firmen

Mit diesen Einnahmen wiederum bestreitet der Verein einen Teil seines Finanzhaushaltes. Mittlerweile arbeite man mit solchen Unternehmen wie zum Beispiel heraeus, evonik oder envia, um nur einige wenige zu nennen, eng zusammen. Diese Art Betätigung sei aber nicht nur für Mitarbeiter von Großunternehmen gedacht, betonte Axel Mitzka, sondern sei auch jedem anderen noch so kleine Unternehmen zu empfehlen. „Man muss nur den Mut oder die Zeit haben, sich beim Verein Dübener Heide zu melden“, warb Mitzka um Interesse. (mz)