Tourismus

Gremminer See bei Gräfenhainichen soll bebaut werden

Der Stadtrat entscheidet über den Antrag der Firma Blausee.

Von Julius Jasper Topp
Bisher gibt es am Gremminer See nur Ferropolis als Highlight.
Bisher gibt es am Gremminer See nur Ferropolis als Highlight. (Foto: Thomas Klitzsch)

Gräfenhainichen - Der Bauausschuss der Stadt Gräfenhainicen hat sich am Dienstag für die ersten Schritte zu einer touristischen Erschließung des Gremminer Sees ausgesprochen. Am Südwestufer will der Eigentümer Blausee nördlich der Aussichtsplattform „Rote Büchse“ schwimmende Häuser, einen großen Campingplatz, Baumhäuser und Tiny Houses, sowie einen Badestrand und eine Marina errichten.

Auch ein Veranstaltungsgebäude und ein Parkplatz sollen auf dem Weg in Richtung Ferropolis entstehen. Während man im Norden des Areals relativ viel bauen möchte, soll der Süden laut Vorlage aber „möglichst naturnah“ belassen werden. Hier sollen nebst Campingplatz lediglich einige Anglerhütten entstehen, um noch ein weiteres Angebot zu schaffen. Blausee will mit den eher „minimalistischen“ Übernachtungsangeboten Besucher anlocken, die auf ein besonders individualistisches Erlebnis wert legen. So hat etwa jeder Abschnitt des Areals einen eigenen Strand.

Ferropolis-Geschäftsführer Thies Schröder hatte bereits vor einigen Wochen angekündigt, dass das Campen auf dem Gelände perspektivisch auf ein anderes Areal auf der Gremminer Halbinsel verlegt werden soll. In den letzten beiden Pandemiejahren hatte das Freilichtmuseum selbst Angebote für Camper geschaffen. Diese sollen später nun von Blausee auf dem eigenen Gebiet übernommen werden.

Bei dem aktuellen Antrag der Firma Blausee handelt es sich noch um eine Vorstufe zu einem Bebauungsplan. Am 13. September wird der Hauptausschuss zur Sache beraten, der Stadtrat stimmt in seiner Sitzung am 28. September über den sogenannten Aufstellungsbeschluss ab.

Blausee hatte in diesem Jahr bereits einen ähnlichen Antrag für die Bebauung des Gröberner Sees im Süden der Stadt Gräfenhainichen gestellt. Dort sollen allerdings auch Wohngebäude entstehen. Dem Aufstellungsbeschluss hatte der Stadtrat damals zugestimmt. (mz)

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 Julius Jasper Topp  (jjt), 
Telefon:  03491/45 88 36,
E-Mail: juliusjasper.topp@mz.de
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(Grafik: MZ)