Von Berlin - über Eisleben - nach Ulm

Wandernder Lehrer sammelt auf seiner Tour Spenden für Schulkinder

Von Felix Fahnert
Michael Schuster in Ulm
Michael Schuster in Ulm (Foto: Schuster)

Ulm/Eisleben/MZ - Nach viereinhalb Wochen ist Michael Schuster endlich am Ziel: Der Lernförderlehrer hat nach rund 730 Kilometern zu Fuß die Stadt Ulm erreicht. Ende Juni war Schuster in Berlin aufgebrochen, um für den guten Zweck einmal quer durch die Republik bis in seine Heimat zu laufen. Dabei hatte er Mitte Juli auch Halt in der Lutherstadt Eisleben gemacht.

„Ich bin zum einen erleichtert, zum anderen auch gerührt, dass es nach 31 Tagen schon wieder vorbei ist“, sagte Schuster gegenüber der MZ. Auf der Plattform Instagram im Internet veröffentlichte er zum Abschluss ein Bild von sich vor dem Ulmer Münster, der berühmten Kirche der Stadt. Rückblickend spricht der Lehrer von einer tollen Erfahrung, auch wenn vieles anders gekommen sei als geplant. „Ich bin sehr froh, sowohl positive als auch negative Dinge erlebt zu haben“, sagt Schuster. Erst die weniger guten Erfahrungen machten die guten nämlich so richtig wertvoll. „Dieser Kontrast hat’s einfach ausgemacht.“

Lehrer Michael Schuster ist zufrieden mit seiner Aktion

Ziel des 34-Jährigen bei seiner ungewöhnlichen Aktion, die er als Lehrer natürlich in die Sommerferien legen musste: möglichst viel Spendengelder für Bildungsprojekte zugunsten von Schulkindern auf vier Kontinenten sammeln. Insgesamt sind so nun knapp 2.000 Euro zusammengekommen.

„Ich bin zufrieden“, sagt Schuster. Überrascht habe ihn, dass auch Fremde ihn häufig mit einer spontanen Spende von 50 oder 100 Euro unterstützt haben, weil sie seine Aktion gut fanden. Und noch darf weiter gespendet werden, betont der Lehrer aus Berlin: „Ich lasse die Aktion noch eine Woche laufen.“ Der Link zu der Spendenaktion findet sich auf seinem Instagram-Profil. Angekommen in Ulm hat Schuster nun noch ein paar Tage Zeit, um sich mit seiner Familie zu entspannen: In anderthalb Wochen wird er in Berlin wieder anfangen, als Lehrer zu arbeiten.

›› Mehr dazu: instagram.com/aroutetoschools