Feuerwehr zum dritten Mal alarmiert

Autowerkstatt in Eisleben brennt erneut

Von Jörg Müller
Die Feuerwehr ließ das Gebäude kontrolliert abbrennen. (Foto: Jürgen Lukaschek)

Eisleben

Die Autowerkstatt in der Halleschen Straße hält die Eisleber Feuerwehr weiter in Atem. Nach den Einsätzen am Sonntagabend und Montagvormittag sind die freiwilligen Feuerwehrleute der Lutherstadt am Dienstagmorgen gegen 5.30 Uhr erneut alarmiert worden. „In der Werkstatt hatte sich eine Decke entzündet“, sagte Wehrleiter René Wunderlich der MZ. Die Feuerwehr sei mit drei Fahrzeugen bis etwa 10.30 Uhr im Einsatz gewesen, so Wunderlich.

Aus noch ungeklärter Ursache war es am Sonntag gegen 22.30 Uhr zu einem Großbrand in der Autowerkstatt gekommen. 175 Feuerwehrleute aus Eisleben und Umgebung rückten mit 32 Fahrzeugen an. Sie konnten das Gebäude, in dem sich Fahrzeuge, Maschinen und Werkzeug befanden, allerdings nur noch kontrolliert abbrennen lassen. Der Schaden beträgt nach ersten Schätzungen circa 300.000 Euro. Am Montagvormittag brannte es dann noch einmal an dem Autohaus. Wegen der Rauchentwicklung musste das benachbarte Kaufland-Center vorübergehend geschlossen werden.

Ermittlung der Brandursache gestaltet sich schwierig

Die Polizei hat noch keine Erkenntnisse zur Brandursache. Ermittelt wird wegen des Verdachts der Brandstiftung. Aufgrund der schweren Schäden werde es allerdings sehr schwierig sein, Spuren zu finden, so Steffi Schwan, Sprecherin des Polizeireviers Mansfeld-Südharz. Bislang seien es noch nicht möglich gewesen, dass Ermittler vor Ort tätig werden. Mit Unterstützung durch das Technische Hilfswerk sei am Montag zunächst das Material in der Werkhalle auseinandergezogen worden.

Bereits am Freitagnachmittag hatte es in vier Kellern eines Mehrfamilienhauses in der Eisleber Steigerstraße gebrannt. Am frühen Samstagmorgen kam es dann zu einem Großeinsatz für die Feuerwehren im Mansfelder Grund: In Helbra standen vier Familienhäuser in Flammen. Die zwei Mieter konnten sich rechtzeitig in Sicherheit bringen. Die Polizei ermittelt auch in diesen Fällen wegen Verdachts der Brandstiftung. Erkenntnisse gibt es laut Polizeisprecherin Schwan aber ebenfalls noch nicht. (mz)