100 Jahre Dessauer Bauhaus

Stadt plant Kuratorium mit Blick auf 2026 - Kulturausschuss streicht Philipp Oswalt von Liste

Von Daniel Salpius
2026 steht ein besonderes Jubiläum an.
2026 steht ein besonderes Jubiläum an. (Foto: Thomas Ruttke)

Dessau/MZ - Im Jahr 2026 wird Dessau-Roßlau noch einmal ein ganz eigenes Bauhausjubiläum begehen. 100 Jahre wird es dann her sein, dass die historische Designschule von Weimar nach Dessau übersiedelte. Im Jahr 1926 wurde auch die Ikone schlechthin, das historische Bauhaus-Gebäude in der heutigen Gropius-Allee, fertiggestellt.

Um die anstehenden Jubiläumsfeierlichkeiten gebührend zu feiern, wird die Stadt dafür eigens ein Kuratorium einsetzen. Das hat der Stadtrat am Mittwoch mehrheitlich beschlossen. „Wir sehen in der Bildung eines städtischen Kuratoriums ein geeignetes Mittel und Instrumentarium, das Jubiläumsjahr in würdiger und ansprechender Form vorzubereiten“, begründet Die Linke ihren Vorschlag in der Beschlussvorlage.

Das Kuratorium solle beraten, beaufsichtigen und Empfehlungen zu grundsätzlichen Entscheidungsfragen für Planung, Strategie, Struktur und Personal im Jubiläumsjahr geben.

Den Vorsitz soll Oberbürgermeister Robert Reck übernehmen. Begleitet werden soll die Arbeit zudem durch den Kulturausschuss. Angehören sollen dem Kuratorium außerdem die Stiftung Bauhaus, das Ministerium für Kultur des Landes Sachsen-Anhalt, die Klassik Stiftung Weimar, das Bauhaus-Archiv / Museum für Gestaltung Berlin sowie die Vertreter des zuständigen Stadtbezirksbeirates.

Aus Sicht von Linkenfraktionschef Ralf Schönemann hätte außerdem der ehemalige Bauhausdirektor Philipp Oswalt als Vater des Bauhaus Museums auf die Liste gehört. Dass dieser im Fachausschuss als Mitglied des Kuratoriums gestrichen wurde, bedauerte Schönemann. Grund sei ein „Gehakle“ im Nachgang des Streits um den Standort des Bauhaus Museums zwischen Oswalt und Ex-OB Hans-Georg Otto (Pro Dessau-Roßlau). Oswalt war gegen den heutigen Standort im Stadtpark.

„Mit dem Preis für die Standortwahl wurde Herr Otto für sein Engagement belohnt, damit sollte es mal gut sein“, warb Schönemann dafür, Oswalt doch noch in das Kuratorium zu berufen.